Nabu Burgdorf-Lehrte-Uetze Pressespiegel Pressespiegel 2012

 

04. Februar 2012 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Der Omafresser hält lieber Abstand

Wolfsbotschafter Peter Griemberg: Das Burgdorfer Holz ist zu klein für ein Rudel

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Peter Griemberg rückt vor zahlreichen Zuhörern das Bild vom bösen Wolf gerade. Szameitat

 

VON SABINE SZAMEITAT

BURGDORF. Nicht alle Wolfsfreunde fanden Platz im Haus der Jugend, wo Peter Griemberg, Wolfsbotschafter des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu), über die Rückkehr des beinahe ausgerotteten Wildtiers berichtete. Einige kehrten angesichts der drangvollen Enge im Raum gleich wieder um, andere mussten mit Stehplätzen vorliebnehmen.

Wölfin Tina hat ein Handy mit GPS-Funktion am Halsband. Nur deswegen können die Wolfsbeobachter verfolgen, wohin es das Tier im Nordosten Deutschlands treibt. „Bis zu 70 Kilometer läuft ein Tier in einer Nacht. Der Wolf Alan aus Mecklenburg-Vorpommern hat 1500 Kilometer bis nach Weißrussland zurückgelegt“, erzählte der aus der Wedemark stammende Griemberg. Die Losung der Naturschützer: „Der Wolf kommt, und wir sollten ihn willkommen heißen.“

Wolfsrudel im Burgdorfer Holz wird es aber in absehbarer Zukunft nicht geben. „Das Revier ist viel zu klein“, stellte der Wolfsbotschafter klar, und Thomas Behling, Leiter der Revierförsterei Beerbusch, bestätigte es. Höchstens ein einsamer Wolf könnte einmal durchziehen – auf der Suche nach einem Partner oder nach Nahrung in Form von Rehen, Wildschweinen, Mäusen und Fröschen, aber auch Käfern, Würmern und Beeren.

„Dabei könnte er sich auch einmal an freilaufenden Hunden und Schafen ohne Aufsicht vergreifen“, warnte Griemberg. „Aber zum Menschen hält er – zum Ärger von Tierbeobachtern – Abstand“, beruhigte er die Zuhörer und setzte sich zur Verdeutlichung des Mythos vom Oma- und Mädchenfresser eine rote Mütze auf. Spaziergänger werden demnach auch weiterhin mit Wolfsgeheul von einer Nabu- CD zufrieden sein müssen.

„Wenn Sie jedoch trotzdem einmal einen Wolf zu Gesicht bekommen sollten“, riet der Wedemärker, „bleiben Sie stehen und genießen Sie es – oder gehen Sie forsch auf ihn zu und sprechen ihn laut an.“

 

31. Januar 2012 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Der Wolf wird wieder heimisch

Nabu-Experte hält Multimediavortrag

BURGDORF. „Der Wolf – ein Mythos kehrt zurück“: Unter dieser Überschrift lädt der Naturschutzbund (Nabu) für Donnerstag, 2. Februar, 19.30 Uhr, zu einem Multimediavortrag in das Jugendzentrum Johnny B. an der Sorgenser Straße 30 ein. Peter Griemberg, in der Ankündigung als Nabu-Wolfsbotschafter vorgestellt, will demnach Wissenswertes und faszinierende Informationen über eines der seltensten Säugetiere in Deutschland vorstellen.

Wölfe, die nach europäischem Recht streng geschützt sind, leben etwa seit dem Jahr 2000 wieder dauerhaft in Deutschland, wie der Nabu schreibt. Die Tiere wanderten zuerst nach Sachsen und Brandenburg ein, wo zurzeit mehrere Rudel leben, die im vergangenen Jahr 34 Welpen aufgezogen haben.

Weil der Jungwolf nach der Geschlechtsreife das Elternrudel verlasse und auf der Suche nach einem eigenen Revier und Partner weite Strecken zurücklege, könnten inzwischen immer häufiger auch Wölfe in Niedersachsen gesichtet werden, schreibt der Nabu.

Mit der Multimediaschau will der Naturschutzbund darauf vorbereiten, dass der Wolf dauerhaft auch in dieses Bundesland zurückkehren wird. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. nk

 

28. Januar 2012 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Nabu: Kinder sollen die Vogelwelt erkunden

Arpker Kindergarten baut zehn Nistkästen – Aktion kommt gut an

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Das Bruthäuschen hängt in luftiger Höhe: Ernst Schmidt vom Nabu und Carolin vom Arpker Kindergarten befestigen es.

 

VON SARAH DETTMER

ARPKE. Sie hämmerten, schraubten und malten: Die Kinder des Arpker Kindergartens haben gemeinsam mit dem Naturschutzbund (Nabu) zehn Nistkästen gebaut und aufgehängt. Nun hoffen sie darauf, in diesem Jahr viele Vögel beobachten zu können.

Die nötigen Bausätze für die Häuschen hatte Naturschützer Ernst Schmidt mitgebracht. Eifrig bastelten die begeisterten Kinder die Holzplatten zusammen. Anschließend durften sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen und die hellen Außenwände mit bunten Wachsmalstiften verschönern. „So können sich die Kinder mehr mit den Nistkästen identifizieren“, sagte Schmidt.

Im Anschluss ging es mit den fertiggestellten Brutbehausungen ins Freie. Mithilfe einer Leiter und eines Akkuschraubers befestigten die Kinder unter Schmidts Anleitung die Nistkästen an den Bäumen des Kindergartengeländes.

„Im Frühjahr können nun Vögel zum Brüten einziehen“, sagte Schmidt. Im nächsten Winter sollen die Nistkästen kontrolliert werden, um festzustellen, welche Vögel sie genutzt haben. Manchmal habe er dabei schon Überraschungen erlebt. Außer Vögeln, habe Schmidt auch Spuren von Mäusen und Fledermäusen gefunden. Einmal sei er sogar auf einen Siebenschläfer gestoßen. „Es kommt immer darauf an, in welcher Umgebung die Kästen hängen“, sagte das Nabu-Mitglied.

Die Nistkastenaktion bietet der Nabu Kindergärten und Grundschulen bereits seit einigen Jahren kostenlos an. Der Hintergedanke dabei ist, dass die Kinder zu jeder Jahreszeit etwas über die Vogelwelt lernen können. Manche Kindergärten hätten sich eigens Ferngläser zugelegt, um die Tiere zu beobachten, sagte Schmidt.

 

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Und alle helfen mit: Die Apker Kindergartenkinder und ihre Erzieher bauen die Nistkästen vom Nabu zusammen.

 

 

23. Januar 2012 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Neues Storchennest wird auf Schornstein gehievt

 

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Die Nabu-Mitglieder Erhard Zander (links, kleines Bild) und Dieter Kleinschmidt heben einen großen Weidenkorb aus dem Anhänger. Vom Hubsteiger aus befestigt Kleinschmidt das neue Storchennest nur wenig später auf dem Schornstein der St.-Martins- Kirche (großes Bild). Eggers (2)

 

SIEVERSHAUSEN. Jetzt können die Störche kommen: Erhard Zander und Dieter Kleinschmidt vom Naturschutzbund (Nabu) Burgdorf, Lehrte und Uetze haben Meister Adebar am Sonnabend ein neues Nest auf den Schornstein der Sievershäuser St.-Martins-Kirche gesetzt. Gerhard Grebien fuhr sie dafür mit dem Hubsteiger auf 15 Meter Höhe. Dort entfernten sie auf der Unterkonstruktion zunächst die morschen Holzbretter. Auf dem Metallgestell befestigten sie dann den neuen Nistkorb und füllten ihn zudem mit Pferdemist auf. „Das hält schön warm“, sagte Zander und lachte.

Auf dem Kirchschornstein hatten Störche zuletzt 1997 gebrütet. Das alte Nest war dann entfernt, aber nicht mehr erneuert worden. Ortsbürgermeister Egon Seffers hofft, dass das neue schnell angenommen wird. „Störche haben das Dorfbild Sievershausens seit jeher geprägt“, sagt er. Neue Bewohner könnten sich in dem Nest schon bald einfinden. Die Störche brüten laut Zander im März und April. eg

 

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21. Januar 2012 - Marktspiegel Burgdorf

Der „Mythos Wolf“ kehrt nach Niedersachsen zurück

NABU gibt Veranstaltungs-Programmfür den Februar bekannt

BURGDORF / UETZ E / LEHRTE (r/jk). Der Naturschutzbund Burgdorf, Uetze, Lehrte hat seine Termine für den Februar bekannt gegeben. Folgendes Programm ist vorgesehen:

- 1. Februar, OffenerNABUStammtisch, Gemütliche Gesprächsrunde für alle Naturinteressierten (auch für Nichtmitglieder), ab 19.00Uhr, Gaststätte RIFF, Hannoversche Neustadt, Burgdorf.

- 2. Februar, „Der Wolf - ein Mythos kehrt zurück“, Multimedia- Vortrag, 19.30 Uhr, Haus der Jugend, Sorgenser Str. 30, Burgdorf. Referent: NABU-Wolfbotschafter Peter Griemberg.EtwaseitdemJahr 2000 leben wieder Wölfe dauerhaft inDeutschland. DieZuwanderung erfolgte zuerst nach Sachsen und nach Brandenburg. Dort leben zurzeit mehrere Rudel, die im letzten Jahr 34 Welpen aufgezogen haben. Nach der Geschlechtsreife im zweiten Lebensjahr verlässt der Jung-Wolf das Elternrudel und wandert auf der Suche nach einemeigenen Revier und nach einem Partner weite Strecken. Inzwischen werden Wölfe immer häufiger auch in Niedersachsen („vor unserer Haustür“) gesichtet. Wölfe sind nach EU-Recht streng geschützt. Obwohl die Rückkehr des Wolfes positiv im Sinne natürlicher ökologischer Vielfalt ist, verursacht sie auch Skepsis und Ablehnung, die sich oft aufUnkenntnis über die Lebensweise des Wolfes begründet. Der Wolf wird dauerhaft nach Niedersachsen zurückkehren.Umuns darauf einzustellen, bietet der NABU Burgdorf, Lehrte, Uetze in diesem Multimedia-Vortrag Wissenswertes und faszinierende Informationen über eines der seltensten Säugetiere Deutschlands an. Der Eintritt ist frei.

- 11. Februar, Arbeitseinsatz auf dem vereinseigenen NABU- Grundstück mit anschließendem Grillen, Treffpunkt: 9.00 Uhr, Schützenplatz Burgdorf, Leitung: Ernst Schmidt.

- 23. Februar: „Die Grundsätze des naturnahen Gärtnerns - planen, anlegen, pflegen“, Lichtbildervortrag mit Rosemarie Gemba, Fachberaterin Naturerlebnisräume, Treffpunkt: 19.30 Uhr, Haus der Jugend, Sorgenser Str. 30, Burgdorf.

 

14. Januar 2012 - Marktspiegel Burgdorf

Burgdorfer Stadtbücherei verlost stabiles Vogelhaus

Teilnahmebögen in der Bibliothek oder unter www.burgdorf.de erhältlich

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Wer die Quizfrage der Burgdorfer Stadtbücherei richtig beantworten kann, braucht dann nur noch ein bisschen Glück, um das von Andrea Nehmer-Rommel (re.) vorgestellte Vogelhaus bald auf seinem Balkon oder im Garten für unsere frei lebenden Piepmätze platzieren zu können. Foto: Georg Bosse

 

BURGDORF (gb). Während der vergangenen Kinder- und Jugendbuchwoche waren in der Stadtbücherei Burgdorf in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Naturschutzbund (NABU) drei größere, äußerst widerstandsfähige und stämmige Vogelhäuser entstanden, die frei lebenden Vögeln in den Wintermonaten als schützende Futterstellen dienen sollen.

Zwei dieser stabilen, spitzgiebeligen Holzhäuschen haben ihreBestimmung bereits gefunden. Nun soll nach Willen von Büchereileiterin Andrea Nehmer- Rommel auch das dritte Vogelhaus über eine Verlosung ihremeigentlichenZweckzugeführt werden. Wer das Vogelhaus gerne auf seinem Balkon oder im Garten aufstellen möchte und dafür vielleicht auch noch den gestalterischen Aspekt im Blick hat, kann sich mit der richtigen Beantwortung folgenderFrageanderGewinnziehung, die am Freitag, 3. Februar, in der städtischen Bibliothek stattfindet, beteiligen: Woher stammt der Ausdruck „ein Buch aufschlagen“? „Die Teilnahmebögen liegen in der Bücherei an der Sorgenser Straße aus oder können aus dem Netz über die Stadthomepage www. burgdorf.de heruntergeladen werden. Abgabeschluss ist Dienstag, 31. Januar, in der Stadtbücherei“, hofft Andrea Nehmer-Rommel auf reges Interesse an diesem Gewinnspiel.

 

10. Januar 2012 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

für Amphibien Bäume entfernt

Naturschutzbund-Ortsgruppe pflegt Laichbiotop an der Burgdorfer Umgehungsstraße

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Brigitte Voltmer und Ernst Schmidt entfernen am Ufer kleine Weiden und Kiefern. Schiller

 

VON FRIEDRICH-WILHELM SCHILLER

SCHILLERSLAGE. Neun Mitglieder des Naturschutzbunds (Nabu) haben am Sonnabend südlich von Schillerslage am Ufer eines Teiches kleine Weiden und auch junge Kiefern ausgerissen. Mit der Aktion in der Nähe der Burgdorfer Ortsumgehung verhindern sie, dass später einmal Bäume die Wasseroberfläche des Teiches, in dem Amphibien laichen, beschatten.

Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat beim Bau der Umgehungsstraße im Zuge der B188 insgesamt 16 Feuchtbiotope als Ausgleich für den Landschaftsverbrauch angelegt. Die Pflege des Teiches bei Schillerslage und eines weiteren zwischen Burgdorf und Immensen hat seit 2011 die Nabu- Ortsgruppe Burgdorf, Lehrte, Uetze übernommen.

Im Genehmigungsbescheid für den Bau der Ortsumgehung war zunächst festgesetzt worden, dass beide Gewässer sich selbst zu überlassen sind. „Das war falsch“, sagte Nabu- Vorsitzender Dirk Brinkmann. Beide Teiche seien wichtig für eine Vernetzung von Biotopen des Laubfrosches, ergänzte Vorstandsmitglied Ernst Schmidt, der den Arbeitseinsatz leitete. Deshalb hatte sich der Nabu dafür eingesetzt, dass der Bescheid dahingehend geändert wurde, dass die Teiche regelmäßig gepflegt werden sollen. Für die Arbeit erhält der Nabu eine Aufwandsentschädigung.

Laut Schmidt suchen Amphibien zum Laichen Gewässer mit Flachwasserzonen auf, in denen sich das Wasser im Frühjahr schnell erwärmt. Nur im warmen Wasser entwickle sich der Laich gut. Wenn jedoch Bäume am Südufer stünden, falle Schatten auf die Flachwasserzone und verhindere eine schnelle Erwärmung.

Bereits im Dezember hatten Nabu- Mitglieder das Ufer des Teiches zwischen Burgdorf und Immensen von kleinen Bäumen befreit. Dort waren laut Schmidt fast nur Kiefern gewachsen, die sich viel leichter als Weiden aus dem Boden reißen lassen.

 

07. Januar 2012 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Tischlern mit Nabu ist gefragt

Gelungenes Projekt: Prinzhornschüler und Naturschützer fertigen gemeinsam Bausätze

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Hoch konzentriert: An der Ständerbohrmaschine versieht Fabio die Bauteile mit Löchern. Schmidt

 

VON ANETTE WULF-DETTMER

BURGDORF. Es ist ein Projekt, von dem beide Seiten profitieren und bei dem sie auch noch Spaß haben: Der Naturschutzbund (Nabu) Burgdorf, Lehrte, Uetze hat gemeinsam mit Prinzhornschülern 100 Bausätze für Nistkästen angefertigt.

Ernst Schmidt vom Nabu hatte bei Schulleiterin Monika Kotlenga angefragt, ob er und zwei Mitstreiter gemeinsam mit Schülern nach dem Unterricht im bestens ausgestatteten Werkraum der Prinzhornschule Bausätze für die beliebten Nistkästen anfertigen können. Kotlenga war von der Idee sofort angetan, allerdings auch etwas skeptisch, ob die Schüler bereit sein würden, in ihrer Freizeit mitzuarbeiten.

Die Schulleiterin ist positiv überrascht worden. Neun Jungen und drei Mädchen meldeten sich an und waren bis zum Schluss mit Begeisterung und Ausdauer dabei. Ihre Aufgabe an sechs Nachmittagen war es unter anderem, Löcher in die vorgeschnittenen Bauteile der Nistkästen zu bohren und die Kanten fachmännisch abzurunden. Ein besonderer Reiz für die Schüler war offenbar, dass sie Maschinen bedienen durften, die im Werkunterricht tabu für sie sind. „Es hat mir viel Spaß gemacht, mit den Schülern zu arbeiten“, sagt Schmidt.

„Für die zwölf Schüler war es eine tolle Bereicherung und Bestätigung. Sie sind insgesamt viel aktiver geworden“, sagt Kotlenga, „und sie würden gern weitermachen.“ Es wäre deshalb toll, wenn sich noch mehr Menschen finden würden, die ihr Wissen und Können mit den Schülern teilen wollen. Über das Erlernen handwerklicher Techniken hinaus war es laut Kotlenga für die Schüler wichtig zu erfahren, dass es Menschen gibt, die sich in ihrer Freizeit für andere ehrenamtlich engagieren.

 

03. Januar 2012 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Verlässliche Fütterung hilft vor allem Kleinvögeln

Meise und Fink verlieren in kalten Nächten viel Energie – Nabu gibt Tipps für die Gestaltung der Futterstellen

VON ANETTE WULF-DETTMER

BURGDORF. In diesem Winter ist der Tisch für die Vögel in der Natur gut gedeckt. „Es gibt eine enormes Angebot an Früchten“, sagt Ernst Schmidt vom Naturschutzbund (Nabu) Burgdorf, Lehrte, Uetze. Zum Beispiel hingen die Zweige der Ebereschen voll mit den orange leuchtenden Beeren.

Doch die Garten- und Singvögel suchen auch gern für sie eingerichtete Futterstellen auf, um sich schnell satt zu fressen. Bei den Kleinvögeln wie Meise und Grünfink führe das ungünstige Verhältnis von Körperoberfläche zu -masse dazu, dass sie in kalten Nächten viel Energie verlieren, erklärt der Nabu- Experte. An verlässlichen Futterstellen können sie ihren Energiehaushalt schnell wieder auffüllen.

Laut Schmidt sind einige Experten inzwischen der Meinung, dass die Vögel wegen der weitreichenden Umgestaltung der Natur das ganze Jahr über auf eine Zufütterung angewiesen sind. Diese Auffassung teilt der örtliche Nabu jedoch nicht. Wichtig sei es, dass die Vögel nicht verlernten, Insekten und Würmer für ihre Brut zu fangen. Denn die Jungvögel könnten nur mit eiweißhaltigem Futter gedeihen.

Für die Anpassungsfähigkeit der Vögel hat Schmidt ein Beispiel parat: „Die Amsel frisst inzwischen die kompletten Sonnenblumenkerne“, sagt der Naturschützer. Das habe sie früher nicht gemacht, da sei nur das Innere gut genug gewesen.

Wie den Vögeln das Überleben im Winter erleichtert werden kann und was beim Einrichten von Futterstellen zu beachten ist, dafür hat der Nabu einige Tipps:

- Grundsätzlich wird für die Fütterung ein sogenanntes Futtersilo empfohlen, weil es das Futter vor Nässe und Verunreinigung durch Vogelkot schützt.

- Mit speziellem Vogelfutter für wildlebende, körnerfressende Gartenvögel können gezielt Buchfink, Dompfaff und Spatz angelockt werden.

- Amsel, Rotkehlchen und Heckenbraunelle fressen am liebsten am Boden. Der Futterplatz sollte abgedeckt werden, damit das Futter trocken bleibt. Diesen Weichfutterfressern kann zudem mit Obststückchen, Rosinen und getrockneten Wildbeeren die harte Winterzeit erleichtert werden.

- Für Meisen sind Meisenknödel oder Erdnüsse in Drahtbehältern das richtige Angebot.

 

 

STUNDE DER WINTERVÖGEL - Die jungen Naturforscher lernen im Stadtpark

BURGDORF. „Die Stunde der Wintervögel“, ist die erste Veranstaltung im neuen Jahr überschrieben, zu der der Naturschutzbund (Nabu) die Mitglieder seiner Kindergruppe Die Naturforscher einlädt. Am Sonnabend, 7. Januar, soll im Stadtpark der Frage nachgegangen werden, welche Vögel im Winter bei uns bleiben und wovon sie sich ernähren. Treffpunkt ist um 10 Uhr am Wildbienenhotel gegenüber dem Finanzamt. Die Exkursion dauert zwei Stunden. Der Rundgang ist Teil der bundesweiten Nabu-Aktion, bei der die Vögel gezählt werden sollen, die im Winter bei uns ausharren. Gezählt werden soll eine Stunde lang im Zeitraum vom 6. bis 8. Januar. nk

 

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Im Winter sucht der Buntspecht gern die Futterstellen in den Gärten auf. König

 

02. Januar 2012 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Stadtbäume auf dem Prüfstand

Bernd Suszka macht beim Neujahrsspaziergang auf Pflanzsünden aufmerksam

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Bernd Suszka (vorn) zeigt Petra van der Velde eine Bodenprobe und lässt sie an der Erde riechen. Heine

 

Wie es um die Bäume in der innenstadt bestellt ist, hat Bernd Suszka vom Naturschutzbund Burgdorf, Lehrte, Uetze gestern den Teilnehmern des Neujahrsspaziergangs gezeigt. seit mehr als zehn Jahren bereitet er die Rundgänge mit viel Sachkenntnis vor.

VON SYBILLE HEINE

BURGDORF. 24 Naturfreunde trafen sich gestern auf dem Schützenplatz und machten sich in Richtung Hochbrücke auf den Weg. Gleich beim ersten Haltepunkt an der Grünfläche gegenüber der Bäuerinnenbackstube erklärte Bernd Suszka, dass die Bäume auf dem Rasenplatz gute gedeihten könnten, da sie im Wurzelbereich viel Freiraum haben. Die Eiche an der Volksbank habe es dagegen schwer, weil die im Pflaster freigelassene Bodenfläche sehr stark verdichtet sei.

Suszka zeigte den Spaziergängern weitere Problemfälle wie die persischen Baumhasel an der St.- Pankratius-Kirche und die Gleditschien entlang der Marktstraße. „Sie überleben nur, weil sie anspruchslos sind“, sagte der gelernte Gärtner. Die den Stadteingang prägenden Eichen am Kreisel seien dagegen Beispiele für gut entwickelte Stadtbäume. Die ganzjährig installierten Lichterketten könnten jedoch zu einem Wachstumshemmnis werden.

Vorbildlich gelöst sei die Neuanpflanzung der Esche am Kreisel, weil ihr Wurzelbereich weiträumig von einem Eisengitter geschützt werde, lobte Suszka. Als Beetbepflanzung schlug er Magerrasen vor, um die kahle Sandfläche zu bedecken. Rundgangteilnehmerin Gesine Milkowski regte an, Patenschaften für Stadtbäume zu vergeben.

Der kleine Ausflug führte die Gruppe auch zur Hochstraßenböschung an der Lehrter Straße. Mit einem Bohrstab entnahm Suzska eine Bodenprobe, die zeigte, dass der Wall überwiegend aus Sand mit einer dünnen Humusdecke besteht. „Die Pflanzen, die hier wachsen, haben mehr als 30 Jahre gebraucht, um sich so zu entfalten, wie wir es jetzt sehen“, sagte der Exkursionsleiter.

 

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Die junge Esche am Kreisel hat gute Entfaltungsmöglichkeiten, weil ein Gitter den Wurzelbereich schützt. Heine

 

GUERILLA-GARDENING - Mit Samenbomben gegen die steinerne Tristesse

Während die Stadtverwaltung mühsam gegen Wildpflanzen auf Stadtbeeten kämpft, stellte Bernd Suszka beim Nabu-Neujahrsspaziergang eine ganz eigenwillige Form der Stadtbegrünung vor: das Guerilla-Gardening. Es stammt aus Großbritannien, wo Umweltaktivisten im Jahr 2000 begannen, mithilfe von Samenbomben die Natur zurück in die Städte zu bringen.

Suszka führte seine Gruppe unter die Hochbrücke am Finanzamt. Wenige Wildkräuter setzen dort Farbtupfer auf der grauen Betonpflasterfläche. „Mit Samen von wilder Möhre, Kerbel und Waldhabichtskraut können solch kleine Bomben selbst gebastelt werden“, erklärte er den Teilnehmern. Aus einem Gemisch aus Erde, Ton und Samen werden diese Kugeln geformt und dann in der Stadt verteilt. Das urbane Gärtnern sei eine Möglichkeit, triste Innenstädte durch das Begrünen brachliegender Areale zu verschönern, sagte Suszka. sy

 

 

 

 

Der Pressespiegel erscheint mit freundlicher Genehmigung der jeweiligen Zeitungen