16. April 2012
Liebe Freunde des NABU Burgdorf, Lehrte, Uetze e.V.,
wir begrüßen Sie heute zu unserem neuen Newsletter. Wie Sie wissen, möchten wir Sie regelmäßig über Neues und Wichtiges aus unserer Gruppe und zum Thema Naturschutz informieren.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß mit unserem neuen Newsletter. Wie immer sind uns Ihre Anregungen willkommen.
Mit freundlichen Grüßen,
Dirk Brinkmann
Tel.: 05147-975869
Email: vorsitzender@nabu-burgdorf-uetze.de
Jahresbericht 2011
Am 8. März fand unsere diesjährige Jahreshauptversammlung statt. Im abgelaufenen Jahr 2011 hat sich wieder einiges getan, wovon auf der Jahreshauptversammlung berichtet wurde: Unsere Kindergruppe, „Die Naturforscher“ wurde für 2011 als die erfolgreichste Jugendgruppe des NABU-Niedersachsen mit dem Dr. Strahl NABU-Jugendnaturschutzpreis ausgezeichnet; zwei neue große Fledermausbunker in Burgdorf und Lehrte, sowie drei Feuchtbiotope in Lehrte wurden angelegt und der 2. Bauabschnitt zur Renaturierung des Möschgrabens wurde abgeschlossen. Dies sind nur einige der Themen, über die berichtet wurde.
Wenn Sie keine Zeit hatten, an der Hauptversammlung teilzunehmen, können Sie sich den Jahresbericht hier herunterladen.
Die Störche sind zurück
Seit dem 3.April ist das Burgdorfer Storchennest wieder besetzt: Nicht das Storchenpaar aus den Vorjahren, sondern zwei sogenannte "Westzieher", die wahrscheinlich in Spanien oder Nordafrika überwintert haben, hatten das Nest bezogen. Beide Störche sind beringt, das Männchen ist dreijährig und ist im Kreis Minden beringt worden.
Wir waren gespannt, ob "unsere" Störche, die wohl "Ostzieher" sind (das heißt sie fliegen im Herbst Richtung Türkei/Bosporus und überwintern zum Beispiel im Sudan oder Ostafrika), noch kommen und dann das Nest für sich beanspruchen.
Am Ostersonntag gab es dann einen Wechsel im Nest. Eine Ostzieherin - wohl die Störchin, die in den Vorjahren hier war - kam zurück. Es kam zu einer Auseinandersetzung, in deren Folge die neue Störchin verschwand. Jetzt ist das Nest mit dem "neuen" Storch und der "alten" Störchin besetzt.
Ein Kranich in der Hecke
Zu einem Noteinsatz wurde der NABU vor Kurzem gerufen. In der Thuja-Hecke von Hans-Heinrich Hoppe in Ehlershausen, hatte sich ein Kranich verfangen. Er kam ohne Hilfe nicht mehr aus der Hecke. Wie er da hinein gekommen ist und wie lange er darin schon saß?
Mit den NABU-Mitgliedern Bernd Rose, Berthold Scheller sowie der Tierärztin Frau Angelika Wirtz und dem Eigentümer Herrn Hans-Heinrich Hoppe gelang es uns nach einigen Minuten, den sich mit dem Gefieder in der Hecke verhedderten Kranich zu befreien.
Nach eingehender Untersuchung, bei der keine große Verletzung festgestellt wurde, wurde der Vogel auf eine angrenzende Freifläche gebracht. Hier flog er, noch sichtlich geschockt, auf eine nahe Wiese und schritt schnellstens in die Deckung eines kleinen Birkenwäldchens.
Allen Beteiligten war schnell klar, ohne menschliche Hilfe wäre der große Vogel hier verendet.
Die Kröten sind los!
Seit Anfang März wandern die Kröten wieder. Bei Temperaturen um 7 Grad Celsius machen sie sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern und kreuzen dabei auch befahrene Straßen. Wie jedes Jahr werden Krötenzäune aufgestellt und Straßen gesperrt, um sie zu schützen.
In unserer Region werden einige Straßen nachts gesperrt, zum Beispiel der Hohnhorstweg in Lehrte, oder die Starße von Kolshorn nach Ahlten. An anderen Stellen wurden vom NABU, zum Teil in Zusammenarbeit mit anderen Vereinen, Krötenschutzzäune aufgebaut, wie am Schafstallweg in Uetze (170 Meter), in Ramlingen (ca. 500 Meter) und, erstmals in diesem Jahr, auf der Straße von der B188 zu den Spreewaldseen (270 Meter).
Schutzzäune aufbauen bedeutet auch, frühmorgens die "gestrandeten" Kröten, Frösche und Molche einzusammeln und zur anderen Straßenseite zu bringen. Auf diese Weise wurden zum Beispiel am Zaun am Schafstallweg in Uetze im Jahr 2010 insgesamt 2128 Tiere gerettet und im vorigen Jahr 1424 Tiere. Der Einsatz der freiwilligen Helfer lohnt sich also. Je nach Entwicklung der Temperaturen werden die Kröten noch bis in den April hinein wandern.
Eine Übersicht über die Krötenschutzaktionen in Deutschland finden Sie auf der Internetseite des NABU.
Eine Wohnung für das Mauswiesel
Das Mauswiesel ist eine Marderart, die bei uns heimisch ist. Wie der Name schon sagt, ernährt es sich überwiegend von Mäusen. Es braucht auch ein gutes Mäusejagdgebiet, um sich anzusiedeln. Die Steuobstwiese im Hohnhorstpark in Lehrte hat diese Voraussetzung, so lag es nahe, dem Mauswiesel eine Wohnung anzubieten.
Da das Mauswiesel sehr genügsam ist, reicht ein Steinhügel, der dem kleinen Raubtier Schutz gibt. Der Hügel auf dem Foto ist bereits der zweite auf dieser Wiese.
Fledermäuse finden Freunde
Gerne engagieren wir uns als Fledermaus-Betreuer vom NABU Burgdorf,Lehrte, Uetze e.V. auch über die Stadtgrenzen hinaus zum Wohle der Fledermäuse. So halfen wir bereits im letzten Jahr zusammen mit dem NABU Garbsen (Fam. Strube) und dem NABU Bad Nenndorf (Torben Preuß), ein Winterquartier für Fledermäuse mit einzurichten.
Schon damals war die Rede von einem zweiten möglichen Quartier im Kurpark Bad Nenndorf. Bei der ersten darauf folgenden Ortsbesichtigung war uns klar, dass es sich bei diesem Gewölbe ebenfalls um ein vielversprechendes Bauwerk als Winterschlafplatz für die bedrohten Säugetiere handelt, das nach fledermausfreundlicher Einrichtung einen wertvollen Beitrag zu diesem speziellen Artenschutz leisten kann.
Dank der guten Zusammenarbeit des NABU Bad Nenndorf mit der Stadtverwaltung und der Kur- und Tourismusgesellschaft in Bad Nenndorf konnte sich am 10. Dezember 2011 wieder das Team der drei NABU Gruppen zum Arbeitseinsatz treffen.
An diesem Samstag wurden in den Kammern des unterirdischen Wasserspeichers zur Densinghäuser Quelle jede Menge „kuschelige“ Steinbetten für die Fledermäuse angebracht.
Abschließend stellten wir Fledermausschützer freudig fest: „Das Raumklima in dem feuchten Gemäuer ist ideal, und auch das Umfeld des Quartieres ist fledermausfreundlich. Ein tolles Projekt zum Wohle der Fledermäuse, die das Quartier sicherlich annehmen werden.“
Nisthilfen
Bau, Reparatur und Pflege von Nisthilfen sind für uns eine wichtige Aktivität. Über unsere Nistkästenaktionen mit Kindergärten und Schulen haben wir bereits öfter berichtet.
Spezielle und auch größere Nisthilfen brauchen unsere Eulen. Viele unserer Schleiereulenkästen - die etwa 1 Meter breit und 50 Zentimeter hoch sind - sind in die Jahre gekommen und müssen ersetzt werden.
Neu in unserem Programm ist ein Mauerseglerkasten am Kraftwerk Mehrum, der Platz für drei Brutpaare bietet.
Wir möchten auch den Steinkauz wieder ansiedeln. Dafür bieten wir dem Steinkauz 30 Brutröhren (Foto) an.