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Die Buntmacher

 

 

26. September 2015

Aussaat mit der Kleegeige

Buntmachereinsatz auf der Streuobstwiese in Burgdorf

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Aussaat mit der Kleegeige
Foto: Hans-Jürgen Sessner

Sechzehn Naturforscher wollten heute helfen, unsere Obstwiese in Burgdorf bunter und vielfältiger zu machen. Dafür hatten wir in diesem Jahr einiges vorbereitet:

Im Frühjahr hatten die Naturforscher Wildpflanzen ausgesät. Vier große Anzuchtschalen mit über 100 kräftigen Jungpflanzen von Wiesensalbei und Wiesenflockenblume haben sich daraus entwickelt. Diese wurden nun auf dem neuen Blühstreifen als „Starthilfe“ ausgepflanzt und angegossen. Dadurch kann es schon im kommenden Sommer dort blühen.

Im letzten Winter hatten die Naturforscher Samenbomben aus Lehm und Wiesenblumensamen gebastelt. Diese wurden nun auf eine Fläche der vorhandenen Wiese ausgestreut. Da wir uns die Fläche gemerkt haben und genau wissen, welche Samen wir verwendet haben, können wir in den nächsten Jahren beobachten, wie gut unsere Samenbomben funktioniert haben.

Und natürlich wollten wir auch etwas aussäen. Im letzten Jahr hatten die Naturforscher ja Wildblumensamen gesammelt. Außerdem haben wir noch viele Sämereien von Arten, die wir hier nicht sammeln konnten, dazugekauft. Da es gar nicht so einfach ist, den Samen auf einer großen Fläche zu verteilen, haben wir uns ein Aussaatgerät, eine sogenannte Kleegeige, geliehen. Gemeinsam wurde aus der großen Samenkiste ausgewählt, welche Arten wir auf dem Blühstreifen aussäen wollten. Diese wurden dann in den Behälter der Kleegeige gegeben. Obwohl es tausende von Samenkörnern waren, sahen sie im Behälter recht verloren aus. Deshalb wurde das Saatgut mit einer größeren Menge geschroteter Maiskörner vermischt. Jeder, der mochte, konnte sich die Kleegeige umhängen, ein Stück über die Fläche gehen und dabei kräftig an der Kurbel drehen.

Im kommenden Jahr werden wir dann genau beobachten, wie sich Wiese und Blühstreifen entwickeln.

 

9. Mai 2015

Buntmachereinsatz auf der Streuobstwiese Lehrte

 

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Pflanzen, Samen uns Werkzeug: alles dabei
Foto: Hans-Jürgen Sessner

Zum ersten großen Buntmachereinsatz waren 21 Kinder auf unsere Streuobstwiese in Lehrte gekommen. Auf der Wiese wachsen bisher – außer den Obstbäumen – hauptsächlich Gräser und Klee. Wir wollen nun versuchen dort viele verschiedene heimische Wildpflanzen anzusiedeln.

Viele Naturforscher hatten dazu einige ihrer zu Hause vorgezogenen Pflanzen mitgebracht. Darüber hinaus hatten wir noch viele weitere, schon etwas größere Wildpflanzen und große Mengen Wildpflanzensamen dabei. Nachdem wir noch einmal überlegt hatten warum und für wen es gut sein könnte möglichst viele verschieden Pflanzen auf der Wiese zu haben wurden 2 Flächen - jeweils durch 4 Obstbäume - begrenzt ausgesucht und markiert. Auf der einen Fläche wurden gut verteilt die mitgebrachten Pflanzen eingesetzt und angegossen.

Auf der anderen Fläche wurde mit einer Harke kleine Flächen freigelegt und dort Wildpflanzensamen eingesät. Die genaue Lage der beiden Flächen und die gesäten und gepflanzten Wildpflanzenarten wurden genau protokolliert. Bleibt zu hoffen, dass es in der nächsten Zeit nicht zu trocken sein wird und viele Pflanzen anwachsen und keimen können.

Spätestens im nächsten Jahr werden wir die Wiese dann wieder besuchen und uns beide Flächen genau ansehen. Wir sind gespannt welche Fläche sich dann besser entwickelt hat und bunter blüht.

 

28. Februar 2015

Die Buntmacher säen Wildpflanzen

 

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Etwa 1000 Wildpflanzen sind gesät
Foto: Hans-Jürgen Sessner

Den Winter über konnten sich unsere Naturforscher überlegen, ob sie sich als Wildpflanzengärtner betätigen möchten. Es geht darum für unser Projekt zu Hause Wildpflanzen vorzuziehen. Die Teilnehmer bekommen Saatschalen, Erde und natürlich den Wildpflanzensamen – viele davon selber gesammelt - zur Verfügung gestellt.

19 Kinder hatten sich dafür angemeldet und konnten nun endlich loslegen. In einem kleinen Bildervortrag, ging es vorher noch einmal um das wichtigste zum Buntmacherprojekt und es wurde genau erklärt wie man Pflanzen aussät. Außerdem wurde besprochen warum wir nur torffreie Erde verwenden wollen und die wichtigsten heimischen Wildpflanzen wurden vorgestellt.

Bei schönem Wetter konnte die Anzuchterde draußen mit Sand vermischt und die jeweils 54 kleinen Töpfe der Anzuchtschalen damit gefüllt werden. Jedes Kind konnte sich anhand von Bildern 6 Wildpflanzenarten - etwa Natternkopf, Wiesensalbei, Kartäusernelke - aussuchen, die dann in einer Topfreihe ausgesät und mit einem Holzetikett beschriftet wurden.

Wenn alles gut geht sollten dann in einigen Monaten etwa 1000 kleine Wildpflanzen vorhanden sein, von denen die Teilnehmer einige für den eigenen Garten behalten dürfen. Den Rest wollen wir dann für unsere Buntmacheraktionen verwenden.

 

20. Dezember 2014

Buntmacher basteln schlaue Samenbomben

 

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Viele Kugeln werden geformt
Foto: Hans-Jürgen Sessner

Nun im Winter kommen unsere gesammelten Wildblumensamen zum Einsatz. Sie sollen verwendet werden um damit Samenbomben herzustellen.
Nach unserem Jahresrückblick, der immer beim letzten Naturforschertreffen im Jahr stattfindet, gab es einen kleinen Bildervortrag. Gemeinsam wurde überlegt was es mit unserem Buntmacherprojekt auf sich hat, was heimische Wildpflanzen und was Samenbomben sind. Nun musste nur noch geklärt werden, warum unsere Samenbomben schlau sein sollen.
In den meisten Samenbomben wird eine kunterbunte Mischung von Samen verwendet. Je nachdem wo diese ausgebracht werden, kann nur ein kleiner Teil von ihnen wachsen und zu Blüte kommen. Unsere werden aber so angefertigt, dass sie Pflanzen enthalten die genau für den Standort geeignet sind, wo wir sie verwenden wollen. Und natürlich verwenden wir nur heimische Wildpflanzen. Also sind eigentlich nicht die Samenbomben schlau, sondern ihre Hersteller.
So konnten wir schnell zum praktischen Teil des Tages übergehen und Samenbomben basteln. In mehreren Schüsseln wurden Samen mit Erde, Tonpulver und etwas Wasser verknetet. Dann wurden daraus dann sehr viele kleine Kugeln gerollt. Heute wurden Samenbomben für eine Blumenwiese (Wiesensalbei, Margerite, Wilde Möhre …) und für einen sonnigen Saum (Natternkopf, Wilde Karde, Königskerze…) hergestellt. Bei den nächsten Treffen werden die Samenbomben dann an streng geheimen Orten ausgebracht.

 

23. August 2014

Die Buntmacher sammeln Wildpflanzensamen

 

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Was haben wir denn gesammelt?
Foto: Hans-Jürgen Sessner

Ein kleine Gruppe Naturforscher hatte sich eingefunden um Sämereien für unser Buntmacherprojekt zu sammeln. Auf einer großen Fläche am Burgdorfer Stadtrand wachsen sehr viele heimische Wildpflanzen. Zuerst machten sich alle auf den Weg um nachzuschauen was hier denn so wächst.
Schnell war eine große Auswahl an Wildpflanzen gefunden und auf einem großen Stein ausgelegt. Dann ging es ans Bestimmen der Arten. Einige Pflanzen wie Wilde Möhre und Schafgarbe waren einigen Kindern schon bekannt.
Wegwarte und Natternkopf waren schnell in den mitgebrachten Bestimmungstafeln gefunden. Bei Andern mussten die Erwachsenen ein wenig mithelfen. Dann wurde untersucht, wo sich bei den Pflanzen die Samenkörner befinden und welche schon reif zum Sammeln waren.

Wir hatten 10 Sammeleimer dabei. Also wurden 10 Arten ausgewählt und in jeden Eimer kam eine Pflanze als Beispiel. Los ging es zum Sammeln. Viele Pflanzen wurden geschüttelt, bei anderen wurden die ganzen Blütenstände geerntet. Nach etwa einer Stunde hatten wir reichlich Sämereien für unsere nächsten Aktionen in den Eimern.

 

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Die Buntmacher

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„Wir machen die Welt ein bisschen bunter“

Bei den Buntmachern dreht sich alles um heimische Wildpflanzen. Denn diese sind sehr wichtig für viele Tiere wie Schmetterlinge, Bienen und Vögel. Wir lernen Wildpflanzen kennen, sammeln Wildblumensamen, säen und pflanzen.

 

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