Nabu Burgdorf-Lehrte-Uetze Kinder & Jugend Frosch, Molch & Co

 

Frosch, Molch & Co

 

 

29. November 2014

Naturforscherfamilien pflegen unsern Froschteich

 

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Fleißige Helfer für die Laubfrösche
Foto: Hans-Jürgen Sessner

Samstagmorgen 10 Uhr, 0 Grad und ein kalter Ostwind: Da bleibt man am besten zu Hause. Nicht so die Naturforscher und ihre Eltern: Immerhin 15 Kinder und 16 Erwachsene waren erschienen um bei der Pflege unseres Froschteichs zu helfen.

Dick eingepackt machten sich alle ans Werk um kleine und auch schon etwas größere Weiden und Kiefern aus dem Boden herauszuziehen. Bei einigen davon musste schon viel Kraft aufgewendet werden. Sie hatten im Sand meterlange Wurzeln gebildet. Natürlich wurde auch noch einmal gemeinsam überlegt, warum das alles hilfreich für die Laubfrösche ist.

Nach etwa 90 Minuten fleißiger Arbeit war ein großer Teil des Ufers von Bewuchs befreit und es ging an unser Froschbuffet, wo sich alle mit heißen Getränken, belegten Brötchen und anderen Leckereien stärken konnten. Alle Kinder bekamen noch ein kleines Geschenk als Dankeschön.

 

31. Mai 2014

Naturforscher übernehmen Patenschaft für den Laubfroschteich

 

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Unterzeichnung der Patenschaftsurkunde
Foto: Hans-Jürgen Sessner

20 Naturforscher waren heute dabei, als unsere Kindergruppe die Patenschaft für den Laubfroschteich übernommen hat.

Zuerst wurde ein wenig gekeschert. Einige Frösche und viele verschiedene Wasserinsekten gingen dabei ins Netz. Aber auch an Land wurden viele verschiedene Insekten entdeckt.

Dann ging es an das Unterzeichnen der Patenschaft. Dazu wurde noch einmal besprochen, worum es bei der Patenschaft geht. Die Kindergruppe will dabei helfen das Teichgrundstück zu pflegen. Ohne Pflege würden die Teiche mit Bäumen zuwachsen und durch den Schatten könnte sich das Wasser nicht mehr erwärmen. Damit wäre das Biotop für Laubfrösche und andere Amphibien verloren. Außerdem wollen die Kinder regelmäßig das Biotop besuchen und erkunden welche Arten dort leben. Für die Kindergruppe haben Alina, Nils, Detje, Max, Florian und Rahel die Patenschaftsurkunde unterzeichnet, für den NABU-Vorstand unser 2. Vorsitzende Dieter Kleinschmidt.

Es gibt auch viel zu tun für die neuen Teichpaten: Unmengen kleiner Kiefern und Weiden sind seit unserem letzten Einsatz aufgelaufen und müssen herausgezogen werden. Einige Kinder gingen gleich ans Werk. Im Herbst gibt es dann wieder einen großen Pflegeeinsatz. Bis zum Ende des Treffens ging es dann wieder auf die Suche nach Amphibien und den anderen Bewohnern der Teiche.

 

15. März 2014

NABU-Kinder helfen am Krötenzaun

 

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Ist etwas im Eimer?
Foto: Hans-Jürgen Sessner

Auch in diesem Frühjahr wollten unsere Naturforscher unbedingt wieder unseren Krötenzaun besuchen und helfen die Amphibien sicher über die Straße zu bringen.

Bei etwas kühlem und feuchtem Wetter fanden sich 20 Kinder am Samstagmorgen in der Nähe des Amphibienschutzzaunes bei Ramlingen ein. In diesem Jahr begann die Wanderung der Kröten deutlich früher als im Vorjahr. In den Tagen vor unserem Besuch waren die Nächte aber noch recht kalt, so dass sich nur wenige Tiere auf den Weg gemacht haben. Aber pünktlich zum Wochenende wurde es dann nachts milder und feuchter und in den Fangeimer waren reichlich Erdkröten und Frösche zu finden.

Nach dem Leeren der Eimer trafen sich alle und begutachteten ihren Fang, bevor es dann über die Straße zum Laichgewässer ging. Beim Freilassen im Wasser wurde dann genau gezählt. 22 Krötenweibchen, 24 Krötenmännchen und 12 Grünfrösche wurden diesmal vor dem Überfahren gerettet.

Artikel in unserer Presseauslese

 

Jahresabschlusstreffen Frosch, Molch & Co

 

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Rückblick auf ein Jahr „Frosch, Molch & Co“
Foto: Hans-Jürgen Sessner

Fast genau ein Jahr nach der ersten Aktion zu „Frosch, Molch & Co“ fand nun unser erstes Jahresabschlusstreffen statt. 20 unserer aktivsten NAJUs waren gekommen um auf das Froschjahr zurückzublicken und für das nächste Jahr zu planen. Auf eine große Leinwand projiziert, weckten die vielen Bilder Erinnerungen an unsere bisherigen Treffen. Einige der Aktionen, wie der Besuch beim Krötenzaun, die nächtliche Beobachtungen der Laubfrösche und natürlich das Wochenende auf Gut Sunder, sollen unbedingt wiederholt werden.

Im nächsten Jahr wollen wir uns besonders auf die Suche nach Feuersalamandern und Eidechsen machen.

Auch die Pflege und weitere Erkundung unseres Froschteiches soll fortgesetzt werden. Dafür möchten die NAJUs gerne eine Patenschaft für diesen Teich übernehmen.

Beraten und abgestimmt wurde auch über die Verwendung des Preisgeldes, das wir gewonnen haben. Die 500 € sollen aufgeteilt werden: Eine Hälfte wollen wir für ein kleines Grillfest in Grafhorn verwenden. Die andere Hälfte möchten die NAJUs zur naturnahen Umgestaltung des Möschgrabens im Stadtpark (für den Bagger) beisteuern.

In einer Liste haben wir gemeinsam zusammengestellt, welche Amphibien- und Reptilienarten wir im ersten Jahr beobachten konnten. Auch einige recht seltene Arten waren schon dabei. Es bleibt aber auch für die nächsten Jahre noch genug zu entdecken.

Heute konnten endlich auch die verdienten Froschpunkte gegen Preise eingelöst werden. Auf einem großen Tisch waren viele Preise wie Bücher, Spiele, Futtersäulen und ein Fernglas aufgebaut. Jeder „Froschpunktbesitzer“ konnte sich, je nach Beteiligung am Projekt, einen kleineren oder auch größeren Preis davon aussuchen.

 

16. September 2013

1. Preis für Frosch, Molch & Co

 

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Die Urkunde

Unser Amphibien- und Reptilienprojekt läuft nun schon seit fast einem Jahr. 11 Aktionen zum Erforschen der interessanten Tiere, aber auch handfeste Naturschutzaktionen haben schon stattgefunden. Fast 150 Seiten Artensteckbriefe und Dokumentation haben die Naturforscher geschrieben.

Grund genug unser Projekt zum diesjährigen Jugendnaturschutzpreis einzureichen. Und das hat sich gelohnt: Wir wurden eingeladen zur NABU-Landesvertreterversammlung nach Nienburg zu fahren und dort einen Preis entgegenzunehmen.

Mit 10 Kindern sind wir dann zur Versammlung gereist. Unser Projekt hat der Jury so gut gefallen, dass wir dafür den 1. Preis und damit 500 € bekommen haben. Von Frau Strahl, der Stifterin des Preises, und der NABU-Landesgeschäftsführerin Frau Schierenberg erhielten die Naturforscher eine Urkunde und einen großen Scheck überreicht. Der NABU-Landesvorsitzende Dr. Buschmann gratulierte allen Gewinnern und von den 280 Delegierten gab es einen riesen Applaus.

Der Preis ist sicherlich ein weiterer Ansporn für alle, auch weiterhin für Frosch, Molch & Co aktiv zu sein.

 

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Frosch, Molch & Co. erhält den Jugendnaturschutzpreis 2013

 

Artikel bei NABU Niedersachsen

Artikel in unserer Presseauslese

 

25. August 2013

Frosch, Molch & Co auf Gut Sunder

 

In diesem Jahr stand unser Wochenende auf Gut Sunder ganz in Zeichen von „Frosch, Molch & Co“. Die Teiche dort, mit ihren vielen Fröschen, stehen sowieso jedes Jahr im Mittelpunk des Interesses, aber diesmal sollte es ganz besonders um Amphibien und Reptilien gehen.

Die vielleicht spannendsten Tiere, die wir gefunden haben waren die vielen jungen Ringelnattern. Etliche davon, - etwa 30 bis 40 Zentimeter lang - schwammen auf dem großen Teich. Der Reiz, eine von ihnen einzufangen war natürlich riesengroß, aber die Schlangen waren viel zu weit entfernt. Als dann aber eine in einem kleinen Teich entdeckt wurde, bot sich dann die Möglichkeit. Vorsichtig wurde sie mit dem Kescher herausgefischt und begutachtet. Kaum eines der Kinder hatte Berührungsängste mit dem Reptil. Sehr gut war die gespaltene Zunge zu sehen, mit der sie die Umgebung war nahm. Schnell wurde sie wieder ins Wasser entlassen.

 

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Entdeckt: Blindschleiche
Foto: Hans-Jürgen Sessner

 

Ebenfalls im großen Teich konnten einige Molchlarven eingefangen werden. Sie hatten noch die typischen Außenkiemen. Zu welcher Art sie gehörten konnten wir nicht herausfinden, da sie schnell zurück ins Wasser sollten.

In einem kleinen Teich hat eine Gruppe von Mädchen beim Keschern 3 riesige Kaulquappen gefunden. Mit den Kaulquappen die sie bisher kannten, hatten sie wenig Ähnlichkeit. Mit den vielen Bestimmungshilfen, die mit auf die Fahrt genommen wurden, konnte herausgefunden werden, dass es solch große Exemplare nur bei den Knoblauchkröten gibt.

Diesmal hatten wir auch die Möglichkeit den Fledermauskeller auf Gut Sunder zu besichtigen. Natürlich ist dort im August nicht mit Fledermäusen zu rechnen. Aber interessant ist es dort allemal. Nachdem das Eingangstorgeöffnet war, ging es mit Taschenlampen in das alte Gewölbe. Obwohl die meisten Kinder nach oben schauten – dort hängen Hohlblockseine und es gibt viele Ritzen in der Decke – wurde auf dem Boden eine Blindschleiche entdeckt. Nach genauer Suche waren es dann drei Tiere, die sich ganz kalt anfühlten. Nach einem Fototermin im Tageslicht wurden alle an ihren Platz zurückgebracht.

Am Sonntagnachmittag wurde dann noch einmal gemeinsam überlegt, welche Amphibien und Reptilien wir entdeckt hatten und eine Artenliste zusammengestellt.

 

NAJU Exkursion zur Kiesgrube Wackerwinkel

 

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Mit Herrn Zander in der Kiesgrube
Foto: Hans-Jürgen Sessner

Eines der spannendsten Biotope unserer NABU-Gruppe ist die Kiesgrube Wackerwinkel bei Uetze. Unser Amphibienexperte vor Ort, Herr Zander, hat unsere NAJUs eingeladen sich dort umzusehen.

Am ersten Tümpel fanden die 8 teilnehmenden Kinder schnell einige Grünfrösche, Grasfrösche und Erdkröten. Auch einige Gelbrandkäfer und ein Wasserskorpion wurden gefangen. Herr Zander stellte dann anhand mitgebrachter Fotos die anderen Amphibien vor, die hier in der Kiesgrube leben und war erstaunt was unsere NAJUs alles schon wussten. Nach der ersten Stunde ging es dann in einen andern Bereich der Kiesgrube.

Normalerweise befinden sich hier einige recht kleine Tümpel. Nach dem vielen Regen der vergangenen Zeit war eine große Fläche mit flachem Wasser entstanden. Mit Gummistiefeln und Kescher ging es hinein. Gefunden wurden viele Kaulquappen von Kröten und kleine Laichballen - wohl vom Laubfrosch. Ein Molch ging auch ins Netz. Er hatte einen großen Kamm auf dem Rücken. Ein Kammmolch? Ein Fall für unsere Bestimmungshilfen: Große, Form und Farbe wurden verglichen. Es war dann doch „nur“ ein Teichmolch.

Am Rand der Kiesgrube wurde noch ein ganz besonderer Fund gemacht. Vor unseren Füßen huschte etwas über den Weg. Das Tier verschwand in einem kleinen Busch, kletterte einen Ast herauf und blieb dort ganz ruhig sitzen. So konnten es alle betrachten und sogar fotografieren. Es handelte sich um ein Männchen der mittlerweile seltenen Zauneidechse. Diese Reptilien leben dort an den sonnigen Hängen der Kiesgrube.

 

08. Juni 2013

Expedition Froschteich Teil II

 

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Ein Jungfrosch
Foto: Hans-Jüreg Sessner

6 Wochen nach dem ersten Besuch an unserem Froschteich war es Zeit nachzuschauen, wie er und seine Bewohner sich entwickelt haben.

Erst einmal wurde vorsichtig vom Wasserrand beobachtet. Sofort vielen die riesigen Mengen an dunklen Kaulquappen der Erdkröten auf. An einigen Stellen war das ganze Ufer schwarz davon. Viele von ihnen waren noch ganz klein. Die meisten hatten sich aber schon etwas entwickelt und die Hinterbeine waren schon zu erkennen.

Einige Grünfrösche waren zu hören, versteckten sich aber gut in den vom Ufer entfernten Wasserpflanzen. Am spannendsten waren die vielen, etwa ein Zentimeter großen Grasfrösche, die dabei waren das Wasser zu verlassen. Natürlich mussten einige von ihnen eingefangen und genau begutachtet werden. Alle Kinder bewegten sich dabei ganz vorsichtig um keinen der kleinen Frösche zu zertreten. Manche Frösche hatten noch einen langen „Kaulquappenschwanz“, viele trugen nur noch einen kleinen Stummel und bei den meisten war er schon verschwunden.

Kurz vor Ende wurde noch ein eigenartiges, etwa 5 Zentimeter langes Tier entdeckt. Im Bestimmungsbuch war herauszufinden, dass es sich um eine Schwimmkäferlarve handelt, der Größe nach wohl um einen Gelbrandkäfer. Diese Käfer ernähren sich auch von Kaulquappen. Aber auch das gehört zu unserem Froschteich.

 

25. Mai 2013

Bestandsaufnahme im Möschgraben

 

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Im Möschgraben lohnt sich das Keschern wieder
Foto: Hans-Jürgen-Sessner

Der Möschgraben, ein kleiner Bach, der durch den Burgdorfer Stadtpark fließt, war Jahrzehntelang in ein Bett aus Betonplatten eingezwängt. In den letzten Jahren ließ der NABU die meisten Betonplatten herausnehmen und der Graben kann wieder fast natürlich fließen. Nun war es an der Zeit einmal eine Bestandsaufnahme der darin lebenden Tiere vorzunehmen. Und wer wäre für diese Aufgabe besser geeignet als unsere Naturforscher.

Am Ende des Möschgrabens, dort wo er in die Burgdorfer Aue mündet, wurde unsere Forscherstation aufgebaut. Hier wurden unsere Fänge gesammelt, sortiert und bestimmt.

Die Kinder machten sich mit Kescher und Plastikschüssel auf den Weg an und in den Graben. Die meisten Wasserlebewesen wurden aber nicht frei schwimmend, sondern unter Steinen gefunden. Amphibien sind hier im fließenden Wasser eher selten. Aber ein Grasfrosch konnte doch entdeckt werden.

Auch für den Bau (und das anschließende einreißen) eines kleinen Staudamms war noch genügend Zeit.

Gefunden wurden unter anderem: Bachflohkrebse, Wasserasseln, Stichlinge, Eintagsfliegenlarven, Egel, Tellerschnecken, verschiedene Kleinschnecken und Kleinmuscheln und als große Überraschung zwei große Flussmuscheln.

Für einen Bach, der noch vor kurzem ein Betonkanal war, ist das sicherlich schon eine tolle Artenvielfalt. Wenn der letzte Beton verschwunden ist, werden wir wieder zur Bestandsaufnahme da sein.

 

21. Mai 2013

NAJU-Exkursion zur Waldstation

 

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Im Molchteich
Foto: Hans-Jürgen Sessner

Wer in unsere Gegend Molche beobachten möchte, fährt am besten nach Hannover in die Waldstation. Dort gibt es einen Teich in dem erstaunlich viele dieser Tiere leben und auch für kurze Zeit gefangen werden dürfen. Mit 15 NAJUs haben wir uns auf den Weg dorthin gemacht.

Zuerst wurden nur wenige Exemplare gefangen, was dort recht einfach ist, in durchsichtige Behälter gesetzt und Zeichnungen von ihnen angefertigt. Dann ging es richtig los: Schuhe und Socken aus, Hosen hochgekrempelt und ab in den Teich. Nach etwa einer halben Stunde befanden sich in mehreren Gefäßen fast 50 Molche und viele weitere Wasserlebewesen. Herr Waselowsky, von der Waldstation, der unsere Aktion begleitete, sichtet den Fang und entließ alle Molche von denen mehrere Exemplare erwischt wurden wieder in die Freiheit.

Die Kinder erfuhren dann, dass es vier Arten von Molchen bei uns gibt: Teichmolch, Bergmolch, Kammmolch und Fadenmolch. Herr Waselowsky erklärte dann die Erkennungsmerkmale der einzelnen Arten. Anhand der Färbung und des Kamms der Männchen (nicht alle Molche mit Kamm sind Kammmolche) wurden Teichmolche und Bergmolche bestimmt. Die andern beiden Arten sind viel seltener und hier kaum zu fangen.

Auch die Frösche dort im Teich sind nicht so leicht zu fassen. Sie verschwinden sofort im Grünen, wenn sich ihnen jemand nähert Nach vielen versuchen konnte dann doch ein kleiner Grünfrosch gekeschert werden.

Dann erfuhren alle noch, wie man Amphibien richtig anfasst ohne sie zu verletzen, bevor die Tiere die Runde durch die Kinderhände machte. Auch die andern Fänge, von Egel bis Käferlarve, wurden noch bestimmt, bevor es dann nach Hause ging.

 

17. Mai 2013

Abendliches Laubfroschkonzert

 

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Klein aber laut: Der Laubfrosch
Foto: Hans-Jürgen Sessner

Spät abends um 22 Uhr, trafen sich 9 NAJUs mit Eltern, einigen Gastkindern und unserem Burgdorfer Amphibienfachmann, Herrn Kleinschmidt.

Schon in einiger Entfernung konnte lautes Gequake gehört werden. Durch die Dunkelheit ging es zu unserem Teich. Am Wasser waren verschiedene Rufe zu hören: Das bekannte Quaken der Grünfrösche, die sehr lauten Rufe der Laubfrösche und einzelne Rufe einer anderen Art. Herr Kleinschmidt konnte uns erklären, dass es sich um Kreuzkröten handelt. Schnell wurden auch die ersten Frösche im Wasser entdeckt.

Die Laubfrösche waren viel kleiner, als es sich die meisten Kinder vorgestellt hatten, was so gar nicht zu den lauten Rufen passt. Es wurden auch Kreuzkröten entdeckt, zu erkennen am hellen Strich auf dem Rücken. Mit der Zeit lernten die Kinder Laubfrösche einfach mit der Hand einzufangen. Einige saßen so still auf den Händen der Kinder, dass sie problemlos fotografiert werden konnten.

Auch andere Wasserbewohner wurden wieder gefunden: ein Bergmolch und viele Libellenlarven. Eine davon saß auf einem Schilfhalm und schlüpfte gerade aus ihrer Larvenhaut.

Zum Schluss konnten alle problemlos die Rufe der hier lebenden Amphibien unterscheiden.

Diese tollen Beobachtungen sind sicherlich Ansporn für die Kinder auch weiterhin bei der Pflege des Biotops mitzuarbeiten.

 

3. Mai 2013

NAJU Exkursion zum Amphibienbiotop

 

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Welcher Molch ist das?
Foto: Hans-Jürgen Sessner

Heute wollten wir uns mit einer kleineren Gruppe einmal ein Amphibienbiotop ganz genau ansehen.

Dazu trafen sich 11 NAJUs und fuhren gemeinsam mit dem Fahrrad in die Burgdorfer Feldmark. Gut versteckt, hinter einem Waldstück und einer Wiese, liegt dort ein kleiner Teich mit einer Insel darin. Dieses Biotop hat der NABU vor vielen Jahren angelegt und pflegt es regelmäßig. Hier lebt auch seit vielen Jahren der seltene Laubfrosch.

Gleich wurden die Kescher ausgepackt und los ging es.

Zuerst sah es gar nicht nach spannenden Fängen aus. Etwas Geduld war schon nötig. Aber nach einiger Zeit waren eine kleine Erdkröte, zwei Bergmolche und einige Grünfrösche ins Netz gegangen und anhand der mitgebachten Bestimmungshilfen bestimmt.

Eine Teilnehmerin hat auch einen Frosch gesehen, bei dem es sich der Beschreibung nach ganz sicher um einen Laubfrosch gehandelt haben muss. Leider blieb er aber nicht lang genug sitzen um von allen beobachtet werden zu können.

 

27. April 2013

Expedition Froschteich Teil I

 

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Der Fang wird begutachtet
Foto: Hans-Jürgen Sessner

Einen unserer Teiche wollen wir über das ganze Jahr mit allen Naturforschern beobachten und erforschen. Dafür haben wir den Teich ausgewählt, an dem wir im Herbst den großen Pflegeeinsatz durchgeführt hatten. Jetzt, Ende April, fand der erste Besuch statt.

Die Frösche unseres Teiches ließen sich aber diesmal nicht blicken. Es waren noch einige ältere Laichballen zu finden und Hunderte, wenn nicht Tausende von Kaulquappen verschiedener Größe. Viele davon waren noch sehr klein und wohl gerade erst geschlüpft. Trotz genauer Suche waren aber noch keine dabei, bei denen sich schon Beine entwickelt hatten.

Gefunden wurden auch Laichschüre, von denen viele der Kinder schon wussten, dass sie von Kröten stammen. Sehr groß war auch die Ausbeute von anderen Wasserlebewesen. So wurden verschiedene Libellenlarven gefunden, Wasserkäfer und ihre Laven – die sich so gar nicht ähnlich sehen – und verschiedene Wasserwanzen.

Am interessantesten waren aber einige Köcherfliegenlarven, die aus kleinen Holzstückchen eigene kunstvolle Behausung gebaut hatten. In einem Bestimmungsbuch konnte nachgeschlagen werden, wie die Köcherfliegen aussehen, die sich daraus einmal entwickeln werden. Bei einem weiteren Besuch im Sommer werden wir dann nachsehen, wie sich das Leben in unserem Biotop entwickelt hat.

 

15. April 2013

Naturforscher helfen Kröten retten

 

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Die Kröten werden im Tümpel freigelassen
Foto: Hans-Jürgen Sessner

Jedes Jahr, im zeitigen Frühjahr, machen sich Erdkröten und andere Amphibien auf den Weg von den Winterquartieren zu ihren Laichgewässern. Dabei werden leider sehr viele von ihnen auf unseren Straßen überfahren.

Daher baut der NABU in der Nähe von Burgdorf jedes Jahr einen Amphibienschutzzaun auf. Jeden Morgen, muss der Zaun kontrolliert und die Kröten eingesammelt werden.

Einen dieser Einsätze wollte nun unsere Kindergruppe übernehmen. Sonntagmorgen um 9 Uhr trafen sich etwa 30 Naturforscher, ausgerüstet mit Warnwesten, Eimern und Handschuhen und viele Eltern in der Nähe des Zaunes. Nach einigen wichtigen Verhaltensanweisungen - wir sind schließlich an einer befahrenen Straße - ging es zum Anfang des etwa 400 Meter langen Schutzzaunes.

Nun wurden alle eingegrabenen Eimer kontrolliert. Dazu muss auch im Laub herumgewühlt werden dass in den Eimern liegt. Die Kröten verstecken sich gerne darin. Einige der Eimer waren heute allerdings leider leer. Viele Amphibien sind schon in den letzten Tagen unterwegs gewesen. Die Natur nimmt natürlich keine Rücksicht darauf, ob die Naturforscher zur Schule müssen. Aber einige Erdkröten und ein kleiner Frosch wurden doch gefunden, bestaunt und herumgereicht.

Bevor es dann gemeinsam zu einem nahe gelegenen Tümpel ging mussten die Kinder noch einige Fragen beantworten:
- Warum wandern Amphibien und wohin?
- Wie funktioniert ein Krötenzaun?
- Wofür sind die Stöcke in den Eimern da?

Am Tümpel angekommen wurden die Amphibien gezählt und dann vorsichtig ins Wasser gesetzt.

 

Sehen Sie hierzu auch den Pressebericht:

15. April 2013 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

 

23. Februar 2013

Amphibien und Reptilien kennenlernen

 

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Unsere jungen Experten
Foto: Hans-Jürgen Sessner

Heute trafen sich 29 Naturforscher und NAJUs, um mehr über Frosch, Molch & Co zu erfahren, bevor es demnächst in die freie Natur geht. Wir hätten dazu einen Fachmann einladen können, der uns alles über diese Tiere erzählt. Wir haben das aber ganz anders gemacht:

Alle von uns wissen doch etwas über Frösche, Kröten, Eidechsen und all die anderen. Und wir haben ja nun viele junge Experten, die sich nun ganz genau mit ihrer Art auskennen.

Gemeinsam haben wir uns Bilder unserer heimischen Amphibien und Reptilen angesehen und zusammengetragen was wir über die wichtigsten Arten wissen. Einer unserer älteren NAJUs hatte sogar eine umfangreiche PowerPoint-Präsentation über die europäische Sumpfschildkröte erstellt und trug sie der Gruppe vor.

Alle unseren neuen Experten erhielten dann noch eine Urkunde überreicht, in der ihnen für ihre viele Arbeit gedankt wurde. Für die umfangreichsten und besten Artensteckbriefe gab es noch eine Belohnung.

Nach einer kleinen Pause, mit der Möglichkeit Frösche aus Papier zu basteln, gab es noch ein kleines Spiel:

Alle unsere Froschlurche können, teils ziemlich laut, rufen. Den Ruf der Wasserfrösche kennt natürlich jeder. Aber einige Kröten und Unken klingen ganz anders und schon recht eigenartig.

So wurden Rufe von Amphibien, aber auch von Vögeln wie Eulen oder Insekten wie der Feldgrille vorgespielt und gefragt: Wer ruft denn da?

 

20. Januar 2013

Experten für Frosch, Molch & Co

 

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Zu Beginn der Weihnachtsferien wurden 36 NAJUs vom NABU angeschrieben: Wer möchte Experte für Frosch, Molch & Co werden? Wer hat Lust Nachforschungen über eine Amphibien- oder Reptilienart anzustellen?

Jeder kann sich eine Art, von Bergmolch bis Zauneidechse, aussuchen. Das sicherlich schon vorhandene Wissen soll durch Nachforschungen aus Büchern oder dem Internet ergänzt werden. Wie sehen die Tiere aus, wo leben sie, wovon ernähren sie sich, wie pflanzen sie sich fort und was machen sie im Winter? Die Kinder können dadurch Experten für ihre Art werden. Alles soll in einen kleinen Bericht eingetragen werden. Wer mag macht noch eine kleine Zeichnung dazu.

16 NAJUs meldeten sich daraufhin, teilten ihre Art mit und erhielten die entsprechenden Arbeitsblätter zugeschickt.

Im Laufe der nächsten Wochen gaben die neuen Experten dann teils sehr kreativ und liebevoll gestaltete Artensteckbriefe über ihre Art ab.

Bei unserem Treffen im Februar soll dann das ganze Wissen zusammengetragen werden. Unsere jungen Experten können, wenn sie möchten, auch einen kleinen Vortrag über ihre Art halten und so ihr Wissen an die jüngeren Naturforscher weitergeben.

 

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Artensteckbrief Grasfrosch: Alina 11 Jahre

 

24. November 2012

Naturforscherfamilien helfen den Laubfröschen

Projekt „Frosch, Molch & Co“ gestartet

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Fast 70 Helfer waren dabei
Foto: Hans-Jürgen Sessner

33 Kinder mit ihren Eltern, insgesamt fast 70 Personen, trafen sich zu einem großen „Familienbiotoppflegeinsatz“ an einem unserer Teiche. Mit gemeinsamen Kräften wurden hunderte, kleine Baumsschösslinge herausgerissen, weggetragen und auf mehrere große Haufen geschichtet.

Natürlich wurde auch erklärt, warum das so wichtig für die Amphibien in dem Gewässer ist: Wenn die Sonne im Frühjahr ungehindert auf den Teich fallen kann, kann sich das Wasser schnell erwärmen. Und das ist ganz wichtig, damit sich der Laich von Frosch, Molch & Co gut entwickeln kann. Einer unsere seltensten Frösche bei uns ist der Laubfrosch. Auch er wurde hier schon gesehen. Durch unseren Pflegeinsatz haben wir alle dazu beigetragen, dass er auch an diesem Teich weiterhin Lebensraum findet.

Einige der Kinder nutzten die Gelegenheit um nebenbei auf die Suche nach den ersten Fröschen zu gehen, Wohl wegen des milden Wetters waren auch noch einige, meist Grasfrösche, unterwegs. Wie immer, wenn bei uns fleißig gearbeitet wird, gibt es auch zu Essen und zu Trinken. Im Anschluss haben wir uns alle noch bei Kakao und belegten Brötchen – am Froschbuffet - getroffen und über die Kindergruppe, Frösche und unser neues Projekt gesprochen.

 

 

 

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Frosch, Molch & Co

Frosch, Molch & Co

Im Mittelpunkt von Frosch, Molch & Co stehen unsere heimischen Amphibien und Reptilien sowie deren Lebensräume.

Für alle Naturforscher gibt es regelmäßig Aktionen zum Thema in unserem Naturforscherprogramm.

Mit den NAJUs (ab 10 Jahren) unternehmen wir zusätzlich viele verschiedene Aktivitäten im Jahr. Sie lernen dabei Frosch, Molch & Co ganz genau kennen.

 

Faltblatt Frosch, Molch & Co


Faltblatt "Frosch, Molch & Co" zum Herunterladen als pdf-Datei