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8. Januar 2011

Wie leben Wildbienen?

 

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Nest einer Mauerbiene mit Trennwänden, Pollenvorrat und Eiern
Foto: Hans-Jürgen Sessner

 

Solitäre Bienen betreiben Brutvorsorge. Die Weibchen bauen bzw. suchen für ihre Nachkommen geschützte Nistplätze, und versorgen sie mit der Nahrung, die diese zur Entwicklung benötigen. In dem Hohlraum werden hintereinander mehrere Zellen angelegt und durch Zwischenwände abgetrennt. Wildbienen füllen die Zellen mit Blütenpollen und teilweise etwas Nektar, den sie an Blüten sammeln. In jede der Zellen wird währen des Bauens ein Ei gelegt, aus dem sich nach kurzer Zeit eine Larve entwickelt. Diese frisst den Nahrungsvorrat und spinnt sich in einen Kokon.

Die meisten Bienen überwintern in diesem Stadium. Im Frühjahr verpuppt sich die Larve und entwickelt sich zu einem fertigen Insekt, das dann im Sommer schlüpft. Nach der Paarung beginnen die Weibchen wieder mit dem Nestbau. Für den Verschluss des Nestes werden je nach Art verschiedene Materialien verwendet, z.B. Lehm, Harz oder auch Pflanzenmaterial.

Nicht alle Wildbienen bauen ein eigenes Nest. „Kuckucksbiene“ legen ihre Eier in die Nester anderer Bienen. Ihrer Larven töten die Larven der Wirtsbiene und ernähren sich vom Pollenvorrat.

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Beim Beobachten der Bienen
Foto: Hans-Jürgen Sessner

Ganz ähnlich leben auch die nächsten Verwandten der Bienen, die Solitärwespen. Nur das diese Blüten nur zur Eigenversorgung mit Nektar benötigen. Ihre Larven werden mit gejagten Insekten, Insektenlarven oder Spinnen versorgt.

Viele „Parasiten“, wie Schlupf- Gold- oder Keulenwespen entwickeln sich in Bienennestern und ernähren sich vom Futtervorrat oder den sich entwickelnden Bienenlarven.