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Fledermäuse in unserer Region

 

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Breitflügelfledermaus, Braunes Langohr, Wasserfledermaus
Fotos: NABU/E.Menz (links, rechts), Dirk Brinkmann (Mitte)

 

Fledermäuse sind aufgrund ihrer nächtlichen Lebensweise den Menschen weitgehend unbekannt, durch ihren flatternden Flug manchem sogar unheimlich. Als spezialisierte Säugetiere ernähren sich Fledermäuse ausschließlich von Insekten, die sie meist mit Hilfe von Ultraschallrufen orten.

Im Sommer trifft man jagende Fledermäuse abends an Gewässern, Waldrändern und Schneisen, Alleen, Parks, alten Gebäuden, über Müllplätzen und an Lichtquellen, die von Insekten angeflogen werden. Die tagsüber aufgesuchten Schlafplätze befinden sich je nach Fledermausart in hohlen Bäumen oder in Gebäuden, wo sich die Tiere auf Dachböden, meist im Gebälk unterm First oder an Schornsteinen, gut versteckt aufhalten. An diesen Plätzen befinden sich die sogenannten Wochenstuben, in denen Weibchengesellschaften im Sommer ihre Jungen aufziehen. Andere gern angenommene Hangplätze der Fledermäuse sind nur von außen zugängliche Ritzen und Spalten an Häusern. Oft ist Fledermauskot ein Hinweis auf ihr Vorkommen. Der Kot zerfällt viel leichter als Mäusekot und enthält metallisch glitzernde Chitinteile der Nahrungstiere. Im Wald finden die Fledermäuse in alten, hohlen Bäumen mit Spechthöhlen oder Spalten zwischen Stamm und sich lösender Rinde Lebensstätten. Aus Mangel an geeigneten Quartieren nutzen einige Fledermausarten auch Fledermauskästen und künstliche Nisthöhlen als Wochenstube.

Im Winter suchen die Fledermäuse besondere Quartiere zur Winterruhe auf, um den Nahrungsmangel in dieser Jahreszeit zu überbrücken. Hierbei bevorzugen die meisten Arten unterirdische Räume (z.B. Bergwerksstollen, Bunker, Kellergewölbe). Einige Arten dagegen, wie z.B. der Abendsegler, bevorzugen Baumhöhlen. Fledermäuse kehren, falls sie nicht gestört werden, häufig Jahr für Jahr in das gleiche Winterquartier zurück.

Bei uns in der Region Hannover sehen wir hauptsächlich in der Dämmerung die große Breitflügelfledermaus und fast zeitgleich auch die Zwergfledermaus. Der große Abendsegler fliegt teilweise schon 2 Stunden vor Sonnenuntergang recht hoch über den Baumwipfeln und jagt hier nach Mücken, Schnaken, Faltern und Fliegen. Das passiert aber meistens erst dann, wenn die Schwalben nicht mehr fliegen.

Bei völliger Dunkelheit fliegen dann weitere Arten wie z.B. Wasserfledermaus, Braunes Langohr, Fransenfledermaus, Rauhautfledermaus, Großes Mausohr und die Bartfledermaus. Experten können mit ihren Bat-Detectoren auch die Rufe der Mücken- und Teichfledermaus analysieren.

In den 32 Winterquartieren des NABU Burgdorf, Lehrte, Uetze finden wir hauptsächlich nur das Braune Langohr, die Fransenfledermaus und die Wasserfledermaus und ab und an ein Großes Langohr. Die Masse der Tiere schläft hauptsächlich in großen Höhlen und stillgelegten Bergwerksstollen, ab und zu auch sehr versteckt in alten Eis- oder Kartoffelkellern. Hier müssen sie natürlich ein Einflugloch finden. Wir Fledermausschützer versuchen dann natürlich, diese Schlafplätze zu finden und zu sichern. Das ist meistens sehr schwierig. Hier sind wir unbedingt auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Die überwiegende Anzahl der Fledermäuse schläft nach wie vor still und heimlich. In großen Baumhöhlen sowie in Vogelnistkästen überwintern nur die Abendsegler. Diese große Fledermausart ist in der Lage, in großen Clustern zu teilweise 100 – 500 Tieren, eine Überlebenstemperatur innerhalb der Höhle zu schaffen. Die äußeren Tiere wechseln in gewissen Abständen in den inneren Cluster, um sich hier wieder etwas zu wärmen. Das funktioniert in einer Höhle mit sehr vielen Tieren wohl ganz gut. Gleichwohl erfrieren bei langen Frostmonaten auch immer einzelne, schwache Tiere.

 

Zu Besuch in einer Mausohrwochenstube

Ein Bericht von unserem Fledermausbetreuer Bernd Rose

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Der Dachboden einer Kirche im Schaumburger Land bietet Fledermäusen ein gutes Zuhause. So gut, dass dort etwa 300 weibliche Mausohren ihre Wochenstube eingerichtet haben. 40 Grad Celsius empfinden wir als unangenehm heiß, aber für die Fledermausweibchen und ihre Jungtiere ist dies kein Problem. Zu Artikel und Video

 

Eine Fledermausgeburt

Bernd Rose als Geburtshelfer

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Am 4. Juni 2014 wurde ich zur Kindertagesstätte in der Lippoldstraße in Burgdorf gerufen. Vormittags um 10.00 Uhr fanden die Kinder bei Sonnenschein auf dem Rasen eine Fledermaus. Sie wurde vorsichtig in einen Karton gelegt und über den NABU Landesverband in Hannover meine Telefonnummer erfragt. Um 11.20 Uhr hatte ich die Zwergfledermaus in der Hand. Zu Artikel und Video

 

Ein Rettungsversuch

Ein Bericht von unserem Fledermausbetreuer Bernd Rose

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In der Nacht zum Freitag war ein etwa drei Tage altes Zwergfledermausbaby von einem Hausgiebel heruntergefallen. Durch Zufall wurde es vor der Haustür gefunden. Auf Umwegen erreichte mich der Anruf. Mehr

 

Fledermäuse finden Freunde

Drei NABU-Gruppen kooperieren

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Gerne engagieren wir uns als Fledermaus-Betreuer vom NABU Burgdorf,Lehrte, Uetze e.V. auch über die Stadtgrenzen hinaus zum Wohle der Fledermäuse. So halfen wir bereits im letzten Jahr zusammen mit dem NABU Garbsen und dem NABU Bad Nenndorf, ein Winterquartier für Fledermäuse mit einzurichten. Mehr

 

Fledermausquartier als Ausgleichsmaßnahme

Pilotprojekt im Baugebiet Schillerslager Kreisel

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Als Ausgleichsmaßnahme für die Versiegelung von Flächen hat Bernd Rose vom NABU Burgdorf, Lehrte, Uetze in Zusammenarbeit mit der Stadt Burgdorf ein Winterquartier für Fledermäuse eingerichtet.

Damit wird erstmals in Burgdorf bei Bauarbeiten der Artenschutz auf diese Art und Weise berücksichtigt. Mehr

 

 

Fledermauswinterzählung

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Ein Video von LOK dem Stadtmagazin aus Lehrte
Zum Video

 

 

Fledermäuse im Winter

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Unsere heimischen Fledermäuse halten von November – März ihren Winterschlaf. In dieser Zeit finden diese Säugetiere keine Nahrung mehr und müssten verhungern. Nachtfalter, Mücken, Schnaken und Käfer fliegen nicht mehr. Die Fledermäuse suchen dann alte Stollen, Höhlen, Eiskeller, Brückenpfeiler, Bunker und alte Baumhöhlen zum Winterschlaf auf. Mehr

 

 

Fledermausführungen - Ein Erfahrungsbericht

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Zweimal jährlich bietet der NABU in Burgdorf und Uetze öffentliche Fledermausführungen an. Die Termine stehen fest und unsere Mitglieder haben diesen Termin in ihrem Programmheft. Die spannende Frage für uns als Veranstalter ist immer die gleiche: Wie viele Fledermausinteressierte kommen zum Treffpunkt, wie wird das Wetter? Beides können wir nicht vorhersagen. Mehr

 

 

 

 

Bernd Rose

Bei Fragen zu Fledermäusen wenden Sie sich bitte an Bernd Rose

 

Telefon: 05136-81265
Email: bernd.rose@nabu-burgdorf-uetze.de

 

Fledermaus-Regionalbetreuer in Niedersachsen:

(Link zur Internetseite des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz)

Fledermausbetreuer

 

In der Presse

4. Februar 2015
Diese Betonröhre ist ihr Winterquartier

13. März 2014
Keine Fledermäuse: Robinien fallen jetzt

12. März 2014
Fledermäuse sind ausgeflogen

7. März 2014
Verzögern Fledermäuse Baustart für die Krippe?

4. April 2013
Braunes Langohr überwintert im Bunker

21. August 2012
Seltene Fledermausart entdeckt

3. August 2012
Fledermäuse jagen am Spreewaldsee

10. März 2012
Ausflug in die Welt der Kobolde der Nacht

10. März 2012
Die abenteuerliche Welt der Fledermäuse

24. Februar 2012
Fledermäuse schätzen Quartiere