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16. August 2010

Fledermausführungen - Ein Erfahrungsbericht

 

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Breitflügelfledermaus
Foto: NABU/E.Menz

 

Zweimal jährlich bietet der NABU in Burgdorf und Uetze öffentliche Fledermausführungen an. Die Termine stehen fest, die Pressemitteilungen sind veröffentlicht und unsere Mitglieder haben diesen Termin in ihrem Programmheft. Die spannende Frage für uns als Veranstalter ist immer die gleiche: Wie viele Fledermausinteressierte kommen zum Treffpunkt, wie wird das Wetter? Beides können wir nicht vorhersagen.

Man bereitet sich gewissenhaft auf diese Exkursion vor, geht vorab mehrere Tage die Strecke in der Dämmerung ab. Wo fliegen die Fledermäuse, wie viele Tiere sind es, sieht man sie auch im Schein der Taschenlampe? Fragen über Fragen.

Die Erkundungsgänge sind positiv. Dann kommt der bewusste Tag. Wir bauen unseren Infostand auf. Das Wetter hält, die ersten Interessierten kommen zum Treffpunkt. Es werden immer mehr. Dann geht es los. Ich begrüße die Gäste, viele mit Kindern. Das ist erfreulich. Bis zur Dämmerung haben wir noch Zeit. Diese nutze ich und berichte über den Jahresverlauf einer Fledermaus: Winterschlaf, Fortpflanzung, Geburt, Jungenaufzucht, Ernährung usw. Unser Jugendwart nimmt sich derweil der Kinder an und versucht „spielend“, das Interesse hoch zu halten.

Dann geht es endlich los in den Stadtpark und zum Wasser. Wir wollen ja schließlich die Wasserfledermäuse sehen und verhören. Unterwegs sehen wir die wendige Zwergfledermaus und die schwerfällige Breitflügelfledermaus. Langsam wird es dunkel. Wir stehen am Stadtparkteich und warten. Über den Lautsprecher des eingeschalteten Detektors hören wir den Ruf einer Wasserfledermaus.

Mein starker Handstrahler erfasst die erste. Schnell fliegt sie in großen Kreisen direkt über der ruhigen Wasserfläche, man sieht sie gut im Schein der Taschenlampe, ihre helle Bauchseite ist gut zu erkennen. Immer mehr Tiere kommen jetzt aus dem dichten Baumbestand herüber und jagen über dem Wasser nach Insekten. Kinder und Erwachsene sind begeistert. So etwas sieht man ja nicht jeden Abend.

Nach 15 Minuten Anleuchten stören wir nicht weiter und gehen im Licht der Taschenlampen zurück zum Ausgangspunkt. Unterwegs treffen wir meistens noch einen nach Nahrung suchenden Igel, ab und an auch eine Erdkröte. Ein willkommener Anschauungsunterricht. Nach 2,5 Stunden und vielen Fragen und Gesprächen verabschieden wir uns von unseren großen und kleinen Gästen mit einem guten Gefühl. Die Fledermäuse haben uns heute nicht im Stich gelassen. Es war ein schöner Abend. Im nächsten Jahr wieder!

 

 

 

Bernd Rose

Bei Fragen zu Fledermäusen wenden Sie sich bitte an Bernd Rose

 

Telefon: 05136-81265
Email: bernd.rose@nabu-burgdorf-uetze.de