Nabu Burgdorf-Lehrte-Uetze Ausstellung Stadtmuseum Burgdorf

 

Flöh' und Wanzen gehören auch zum Ganzen

Eine Ausstellung des NABU Burgdorf, Lehrte, Uetze

Eröffnungsrede von Dirk Brinkmann am 4. Mai 2013

1. Vorsitzender des NABU Burgdorf, Lehrte, Uetze

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste, ich begrüße Sie im Namen des NABU-Stadtverbandes Burgdorf, Lehrte, Uetze zu unserer Ausstellung

     Flöh‘ und Wanzen sind auch ein Teil vom Ganzen,

die wir heute eröffnen wollen.

Der NABU ist der Naturschutzbund Deutschland. Wofür steht der NABU? Wir sind angetreten, die Natur zu schützen, aber was ist das eigentlich: Natur? Und bedarf sie unseres Schutzes überhaupt?

Die Fragen werden Sie vielleicht überraschen, Natur, das weiß doch jeder, Natur ist das was man sieht, wenn man draußen ist.

Laut Lexikon ist die Natur die Gesamtheit aller Pflanzen, Tiere, Steine, Gewässer, als Teil der Erdoberfläche, soweit sie nicht durch den Menschen beeinflusst ist.

Für mich ist sie aber noch mehr, sie ist auch das, was den heutigen Zustand der Natur geschaffen hat. Sie existiert, seit es die Erde gibt. Sie hat durch einen wunderbaren, für uns Menschen nicht erklärbaren Mechanismus, den heutigen Zustand geschaffen. Für mich ist die Natur ein anderes Wort als die Schöpfung schlechthin. Hierüber kann man prächtig philosophieren. Klar ist aber, dass im Laufe der Milliarden Jahre, die die Erde existiert, ein ungeheuer komplexer Entwicklungsprozess durch "Auslese", auf Neudeutsch durch "Try and Error" abgelaufen ist, der zu den heute bekannten Höchstleistungen in vielerlei Formen geführt hat. Dies stellen Naturinteressierte wie Wissenschaftler auch jetzt noch staunend fest, bis heute ist noch nicht alles erforscht.

Mich persönlich hat z.B. immer begeistert, wie einfachste Tiere und sogar Pflanzen strategische Symbiosen eingehen, die eigentlich gar nichts mit einander zu tun haben sollten. Teilweise sind sie sogar Fressfeinde, aber sie haben bemerkt, dass sie zusammen stärker und dass sie sich so besser gegen andere Konkurrenten durchsetzen können. Es gibt dafür viele Beispiele, sie aufzuzählen, würde den Rahmen dieses Vortrages sprengen. Das Ergebnis ist jedoch, dass durch diesen Ausleseprozess nur die stärksten, intelligentesten oder eben am besten an ihre Nische angepassten Individuen überleben konnten. Andere sind ausgestorben, mussten anpassen oder sich eine andere Nische suchen. All dies hat zu einer unglaublichen Artenvielfalt geführt, die in sich stabil war und das Leben auf der Erde, also in der Natur, sehr lange bestimmt hat. Entdeckt hat das ja in den Grundzügen Charles Darwin vor fast 200 Jahren. Er stellte sich damit erstmals gegen die Schöpfungsgeschichte der Kirchen und hatte viele Anfeindungen zu erleiden.

Dabei muss natürlich die Natur im Ganzen, also auch im Kleinen betrachtet werden. Gerade das Kleine, Unbekannte und uns auf den ersten Blick nicht Erschließbare hat dabei einen wesentlichen Anteil. „Auch Flöh‘ und Wanzen, sind ein Teil vom Ganzen“. Dieses Zitat wird Goethe zugeschrieben, der sich auch als Universalgelehrter schon fünfzig Jahre vor Darwin so seine Gedanken gemacht hat.

Vor etwa 10.000 Jahren hat jedoch ein Wesen sich als besonders schlau herauskristallisiert. Es hat einen Siegeszug um die Welt angetreten und begann in kürzester Zeit fast die gesamte Erde zu besiedeln und sich gegen andere Arten durchzusetzen. Und zunehmend auf diesen Ausleseprozess Einfluss zu nehmen. Der Mensch übernahm das Ruder.

Laut Lexikon ist ja die Natur nur noch das, was neben dem Menschen existiert, er selbst begreift sich nicht mehr als Teil der Natur. Viele gehen sogar soweit, zu behaupten, wir brauchen die Natur nicht mehr. Zumindest verhalten sie sich so. Unsere Ärzte können fast alles heilen, unsere Technik kann fast alles herstellen, was gebraucht wird. Oft stellt der Mensch ja auch schon Sachen her die nicht gebraucht werden. Sogar der Alterungsprozess wird infrage gestellt. Für mich irgendwo erschreckend und faszinierend zugleich ist, wenn sogar längst ausgestorbene Arten, wie das Mammut oder der Säbelzahntiger demnächst aus spärlichen Resten von Genmaterial wieder auferstehen sollen.

Man kann das alles als natürliche Evolution begreifen, was mich aber besonders erschreckt, ist diese wahnsinnige Geschwindigkeit, mit der das alles geschieht. Und die Geschwindigkeit, mit der diese Geschwindigkeit immer noch zunimmt. Mit dieser Entwicklung einher geht leider auch ein Artensterben nie erlebten Ausmaßes mit ähnlichem Verlauf der Steigerungsraten.

Die Entwicklungen der letzten Zeit haben die Menschen deutlich voran gebracht. Die erreichbaren Lebensalter sind deutlich gestiegen, der Mensch muss immer weniger Arbeitszeit aufwenden, um sein Überleben zu sichern. Wie lange das so bleibt, weiß keiner. Und ist das Leben deshalb wirklich besser geworden?

Mir geht es darum, deutlich zu machen, dass auch der Mensch ein Teil der Natur ist, dass die Natur mit ihrer ganzen Artenvielfalt wichtig ist und diese Artenvielfalt m.E. irgendwann überlebenswichtig werden wird. Da ist sich der Naturschutz ganz sicher.

Als aktuelles Beispiel sei hier nur auf das Bienensterben hingewiesen. Gerade jetzt wurden drei landwirtschaftlich eingesetzte Pestizide verboten. Fachleute haben diese Pestizide in Verdacht die Ursache für das extreme Bienensterben zu sein oder zumindest die Bestände so zu schwächen, dass die Faulbrut und die Varroa-Milbe so verheerende Auswirkungen zeigen können. Die Bestäubungsleistung der Bienen ist für die Befruchtung von 80 % der früchtetragenden Pflanzen, also z.B. der Obstbäume und Rapspflanzen, Voraussetzung und durch keine Technik oder ein anderes Tier zu ersetzen. Unberührte Blumenwiesen gibt es kaum noch, dabei gilt die Biene als Partner der Landwirtschaft und ist das 4.wichtigste Nutztier nach Rind, Schwein und Huhn. Rinderwahnsinn, Schweinepest und Vogelgrippe sind noch nicht voll überwunden, auch sie sind eindeutig Folgen einer extrem intensiven, falsch ausgerichteten Landwirtschaft.

Ganz klar ist leider, dass die Ziele der Biodiversitätskonvention, die vor 20 Jahren von immerhin 192 Staaten in Rio de Janeiro beschlossen wurden, nicht mehr erreichbar sind. Dabei ging es auch um die biologische Vielfalt und deren nachhaltige Nutzung.

Ein Umschwenken ist dringend erforderlich. Wir sind längst an den Grenzen des Wachstums angelangt. Gefordert sind moderne Denkweisen, das Denken in längerfristigen Zyklen und in Handlungskreisen. Ohne den Verbrauch von Ressourcen wie die fossilen Brennstoffe, die in Millionen Jahren angehäuft und in wenigen Jahrzehnten verbraucht, aber nicht vermehrbar sind. Denn die werden bald nicht mehr verfügbar sein. Atomstrom wollen wir alle nicht, die Energiewende war längst überfällig.

Ich möchte hier kein Schreckenszenario an die Wand malen. Ich selbst bin Ingenieur, also bestimmt nicht technikfeindlich.

Aber wir müssen uns heute fragen: Was treibt uns eigentlich an? Warum immer Wachstum? Warum immer mehr, immer schneller, immer weiter, immer bequemer. Im begrenzten Lebensraum Erde kann es kein dauerhaftes Wachstum geben. Und ob das Weltall eine Alternative ist, da habe ich meine Zweifel. Ein Indianer hat mal gesagt: Geld kann man nicht essen. Auch das sollte uns zu denken geben.

In einer intakten Natur hat auch den Mensch dauerhaft seinen Platz, aber eben nicht nur. Stichwort „Extensive Landwirtschaft“. Hier alles lebt von einander und miteinander. Aber der Ist-Zustand ist ein anderer. Egoismus, Lobbyismus, also der Vorteil einiger Weniger zu Lasten Vieler, bestimmt leider immer mehr unser Leben.

Nun meine Damen und Herren, Sie bemerken, das ist eine sehr persönliche Rede, das ist aber das, was mich persönlich bewegt und das ist auch das, was mich vor etwa sechs Jahren bewogen hat, den Vorsitz unserer NABU-Gruppe zu übernehmen. Es nützt nichts, immer nur über die da oben zu schimpfen. Jeder kann nur im Kleinen anfangen und nur im Kleinen etwas ändern. Aber viele kleine Schritte, von vielen getan, können sehr viel erreichen.

Bereits vor über 100 Jahren haben weitsichtige Menschen erkannt, dass die Natur, damals besonders die Vögel, des besonderen Schutzes bedürfen. Sie haben den DBV, den Deutschen Bund für Vogelschutz gegründet, der dann Anfang der Neunziger Jahre, nach der Wiedervereinigung, und dem Zusammengehen mit dem Naturschutzbund der DDR in NABU umbenannt wurde.

Die Buchstaben des NABU stehen auch für N=Naturschutz, A=Artenschutz, B=Biotopschutz, U=Umweltschutz. All diese Begriffe gehören natürlich irgendwie zusammen, lassen sich eigentlich nicht trennen. Aktuell muss ich sagen, dass der Naturschutz gerade jetzt wieder an einem Scheideweg steht. Dies betrifft hauptsächlich den Umweltschutz.

Als in 1960er Jahren immer deutlicher wurde, dass es mit dem Raubbau an der Natur so nicht weitergehen konnte, das Schlagwort DDT ist zumindest uns älteren immer noch in schlimmer Erinnerung, geschah ja ein erstes weltweites Erwachen. Der Aufschrei unter den Naturschützern war damals sehr groß, aber es wurde etwas erreicht. Der Einsatz von Pestiziden wurde in den Folgejahren deutlich begrenzt, die Kanalisierung bzw. Entwässerung der Moore und Feldfluren wurde etwas (nur etwas) zurückgefahren, erste Schutzprogramme wurden mit teilweise sehr hohem finanziellen Aufwand aufgelegt.

Erfolge können wir heute in Teilbereichen mit Freude feststellen: Es gibt wieder Heimkehrer nach Deutschland. Stellvertretend seien hier so prominente Arten wie Wolf, Biber, See- und Fischadler, Kranich, Fischotter genannt. In den letzten 2-3 Jahren legte auch der Weißstorch wieder zu, der vorher jahrzehntelang deutlich im Rückgang war. Sogar ein Bär hat es für einige Tage nach Deutschland geschafft. Dies ist vor allem dem Naturschutz unter Einsatz von teilweise sehr hohem persönlichen Engagement und dem Einsatz von hohen finanziellen Mitteln zu verdanken.

Zum Weißstorch möchte ich noch etwas ergänzen. Er ist der Sympathieträger der Vogelwelt schlechthin. Selbst der NABU hat ihn in seinem Wappen. Wenn ein Kind überhaupt einen Vogel kennt, ist das der Storch. Immerhin bringt er ja auch die Kinder, d.h. ohne ihn wäre die Menschheit längst ausgestorben.

Wir sind daher besonders froh, dass nach 17 Jahren in Uetze endlich wieder ein Pärchen auf dem alten Schlauchturm brütet. In Burgdorf ist er seit 5 Jahren wieder heimisch, mit der Brut hat es leider erst zweimal geklappt, 2010 und 2011 sind jeweils 3 Junge großgeworden. In Lehrte haben wir gerade im letzten Herbst einen Storchenturm an den Zuckerfabriksteichen aufgestellt, vielleicht wird es etwas in den nächsten Jahren. In den Dollberger Auewiesen wurde ein neues Storchennest bereits nach 2 Wochen angenommen.

Irgendwie liegt der Storch den Menschen besonders am Herzen. Eigentlich sollte jeder Ort mindestens ein Storchenpärchen haben, das dann auch ungestört und erfolgreich brüten kann. Gerade in diesem Jahr wird es wegen des extrem langen Winters eng, bis zum 10. Mai muss das Gelege fertig sein, sonst wird es nichts mit der Brut. Wir sind daher sehr froh, und das sehen ganz bestimmt die meisten Burgdorfer Bürger auch so, dass Sie Herr Bürgermeister Baxmann sich quasi in letzter Minute für die Absage des Feuerwerkes an diesem Wochenende eingesetzt haben.

Nun aber zurück zu unseren anderen Vogelarten und deren Bestandsentwicklung. Die meisten Arten sind aber immer noch im Rückgang begriffen und wir werden sie bald gar nicht mehr bei uns hören, vor allem die Wiesenvögel wie die Feldlerche, der Brachvogel, der Kiebitz, die Bekassine, es gibt derer sehr viele. Besonders gut sind die Verhältnisse in der Vogelwelt untersucht. Ganz pauschal muss man sagen, dass etwa 25% der Arten eine zunehmende Tendenz aufzeigen, 25 % eine gleichbleibende Tendenz, aber 50 % deutlich abnehmende Tendenz haben.

Gerade jetzt, in den letzten Jahren haben sich nämlich andere Einflussgrößen als eine noch größere Bedrohung für unsere Artenvielfalt herausgestellt, als die der 60er bis 70er Jahre, ohne dass bisher ein großer Aufschrei durch den Naturschutz geht.

Es sind die Folgen der Energiewende, vor allem die vielen Windkrafträder, die viele Vögel und Fledermäuse regelrecht zerschreddern. Hier geht es einmal um die langsam fliegenden Greifvögel wie Rotmilan oder Seeadler, welche die extrem schnellen Flügelspitzen einfach nicht einschätzen können. Es geht um die nachtaktiven Fledermäuse, die die Gefahr mit ihrem Ultraschallortungssystem auch nicht erkennen. Die warmen und nachts beleuchteten Rotoren locken sehr viele Nachtfalter an, was wiederum ein deutlich erhöhtes Auftreten der Fledermäuse im Umfeld der Windkraftanlagen nach sich zieht. Und es geht um die großen Zugvögel wie Kranich oder Weißstorch, wenn die Anlagen in den Zugvogelrouten liegen.

Um wie viel Todesfälle es dabei geht, ist noch unsicher. Der NABU geht von etwa 100.000 pro Jahr aus, das entspricht etwa 4 pro Anlage. Der Unsicherheitsfaktor ist dabei aber sehr hoch, da diese Kadaver auch wieder als Nahrung für andere, auch nachtaktive Jäger wie der Fuchs, dient und daher nach kürzester Zeit nicht mehr aufzufinden sind. Wenn jetzt sogar über noch deutlich höhere Anlagen und sogar über die Aufstellung in Waldgebieten geredet wird, kann man sich ausrechnen, wohin die Reise geht.

Die zweite massive Einflussgröße stellen die vielen Biogasanlagen mit ihrem Energiehunger dar. Überall sehen wir immer mehr Maisfelder, die biologisch fast tot sind. Die Preise für landwirtschaftliche Flächen haben sich vervielfacht. Flächen für den Naturschutz gibt es fast nicht mehr. Hinzu kommen andere Gründe, wie die immer intensivere Nutzung der Wälder durch Forstwirtschaft und Freizeit, Dämm-Maßnahmen an Häusern und, und….

Natürlich wollen wir Naturschützer die Energiewende. Atomstrom ist keine Alternative, aber die Zeiten in denen Umweltschutz gleichzeitig wie selbstverständlich auch Naturschutz war, sind vorbei. Hier gilt es ausgewogen zu handeln und das eine zu tun, ohne das andere zu lassen. Eine nur von Eigeninteressen geprägte Vorgehensweise ist hier fehl am Platz. Die Bundesregierung versucht hier über Subventionen zu steuern, aber überzieht dabei auch manchmal. Geld nehmen alle gern, aber wenn wieder gekürzt werden muss, ist der Aufschrei groß. Ich erinnere dabei nur an die Solarförderung.

Ich frage mich auch, was bringt gerade den Gewerkschaftsbund dazu sich öffentlich und vehement für das Fracking auszusprechen. Fracking ist ja das Austreiben von Erdgasvorkommen aus unterirdischen Gasschiefergestein mittels chemischer Mittel und hohem Druck. Es ist eindeutig mit äußerster Vorsicht zu handhaben, die Qualität und Sauberkeit unseres Grundwassers sollte höchstes Gut sein und bleiben. Arbeitsplätze und neue Mitglieder dürfen doch kein Argument sein. Dies nur mal als ein aktuelles Beispiel.

Der Naturschutz steht ja bei vielen in Verruf. Der Naturschutz ist gegen alles, heißt es da schnell. Häufig werden Projekte aus Naturschutzgründen abgelehnt oder nicht genehmigt, wo sich die viele Bürger fragen, ob das denn noch sinnvoll ist.

Wir haben immer nach der Devise gehandelt, man kann keinen Naturschutz gegen die Menschen machen. Sachliche Gespräche, Information und Abwägung gegensätzlicher Interessen sollten im Rahmen der Gesetzgebung in einem breiten Entscheidungsprozess dann zu einer Lösung führen, die von möglichst vielen getragen wird. Leider hat sich heute vielfach eine Mentalität herauskristallisiert, die von anderen Gesichtspunkten geleitet wird, das St. Floriansprinzip ist da ein Beispiel:

Heiliger Sankt Florian, verschon' mein Haus, zünd' andre an!

Damit ist gemeint, dass vielen Menschen eigentlich weitgehend egal ist, was da draußen geschieht. Aktiv werden sie erst, wenn das Geschehen vor der eigenen Haustür passiert. Dann aber umso massiver.

An dieser Stelle möchte ich zu einem Punkt vom Anfang meiner Rede zurückkommen, Gemeinsam erreicht man mehr.

Der NABU ist ja nicht der einzige Verband, der Naturschutz betreibt. In den berufsmäßigen Behörden, Ämtern und Verbänden werden aus meiner Sicht aus Kostengründen die Aktivitäten für den Naturschutz immer weiter heruntergefahren. Andere, quasi private Organisationen wie die Jägerschaft, Angler, Imker sind anerkannte Naturschutzorganisationen. Sie nützen die Natur und betreiben auch aktiven Naturschutz. Sie werden daher in der Naturschutzfunktion immer wichtiger.

Wir, die reinen Naturschutzorganisationen, der NABU, der BUND, stehen da nicht im Wettbewerb, haben aber teilweise eine andere Sicht der Dinge. Wir sollten alle stärker zusammenarbeiten und uns nicht öffentlich bekriegen. Die Natur bringt ein solches Vorgehen nicht weiter.

Ich denke, unsere Gruppe hat in den über 30 Jahren ihres Bestehens in unserem Bezirk, zu dem seit 2010 auch Lehrte gehört, sehr viel erreicht. Darüber konnten Sie in der Presse lesen, von einigen Projekten berichtet auch diese Ausstellung. Dabei konnten wir immer auf vielfältige Unterstützung durch die Naturschutzabteilungen von Burgdorf, Lehrte und Uetze, sowie auch durch die Untere Naturschutzbehörde der Region Hannover, bauen. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle ausdrücklich bedanken.

Ich bedanke mich an dieser Stelle auch ausdrücklich beim VVV Burgdorf, der uns die Möglichkeit eröffnet hat, diese Räume zu nutzen, dort vor allem der Frau Bäuerle, die uns hier so tatkräftig unterstützt hat, der Sparkasse Hannover, die uns mit einer kräftigen finanziellen Spritze geholfen hat und bei den Aktiven aus unserer Gruppe, die in monatelanger Arbeit alles vorbereitet und dann aufgebaut haben. Besonders hervorheben möchte ich Ute Coviello und Dr. Angelika Wirtz, welche die Projektleitung hatten. Ohne Sie gäbe es diese Ausstellung nicht. Wir sind alle ehrenamtlich tätig und keine Fachleute, machen so etwas zum ersten Mal.

Dabei sind wir froh und dankbar jetzt mit dieser Ausstellung ein bisschen mehr an die Öffentlichkeit treten zu können und hoffen damit den Naturschutzgedanken noch mehr Menschen vermitteln zu können und vielleicht sogar das eine oder andere Mitglied neu gewinnen zu können. Der Naturschutz braucht auch Ihre Hilfe.

Natürlich kann solch eine Ausstellung nur einen kleinen Einblick in unsere Tätigkeit bieten, gleichzeitig wollten wir aber auch allgemein interessierende Themen darstellen und Tiere in Ihrem Lebensraum zeigen, die vielen Menschen und gerade heutigen Kindern oft gar nicht mehr bekannt sind. Wir hoffen, dass für möglichst jeden etwas dabei ist. Ich möchte jetzt nicht aufzählen, was wir alles zeigen. Das können Sie sich nachher selbst anschauen.

Sind und bleiben Sie neugierig.    Schönen Dank

 

 

 

Programm

NABU-Ausstellung

 

 

Vorlesestunden

NABU-Ausstellung

 

 

Die Ausstellung wird unterstützt von

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Stadt Burgdorf
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